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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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So wird aus einem Haufen Schrott ein Wasserrohr
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Kinder reden mit Experten: Museum schickt Acht- bis Zwölfjährige in die Gießerei von KME
Artikel:
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Originaltext:
So wird aus einem Haufen Schrott ein Wasserrohr

Kinder reden mit Experten: Museum Industriekultur schickte Acht- bis Zwölfjährige in die Gießerei von KME

Gartlage (ck)

Wie entsteht aus einem Haufen Schrott ein Wasserrohr? Auf diese Frage bekamen zehn Schüler bei der KM Europa Metal AG (KME) eine klare Antwort. Die Acht- bis Zwölfjährigen nahmen an der Führung " Kinder reden mit Experten" teil. Dazu eingeladen hatte das Museum Industriekultur.

Riesige Maschinen und bunte Flammen bildeten den Hintergrund, als die jungen Experten ihre Fragen stellten.

Wie aus dem Kupfer ein Rohr entsteht, erklärte Hans-Hermann Lücke, Ausbildungsleiter bei KME: " Am Anfang hat man entweder Schrott oder ganz neues Kupfer, das in Form von Erz aus der Erde gewonnen wird", schilderte der Fachmann aus dem Werk. " In einem großen Ofen wird das Material dann mit Gas erhitzt und flüssig gemacht."

1 200 Grad heiß wird das Kupfer dabei. In einer Pfanne gelangt es weiter in eine Gießanlage, wo das flüssige Metall in Form von großen Blöcken oder Stäben gegossen wird. " Die Stäbe, die zu Wasserrohren verarbeitet werden sollen, werden dann wieder in einem großen Ofen erhitzt", erzählt der Ausbildungsleiter weiter. " In einer Walze werden sie danach verlängert, verdünnt, aufgerollt und verpackt."

Die Erklärungen erinnerten ein wenig an die " Sendung mit der Maus": Hans-Hermann Lücke stellte die komplizierten Maschinen in einfachen Worten vor. Und die Kinder waren beeindruckt von dem ungewöhnlichen Ortstermin.

" Das ist alles spannend, ich kann gar nicht sagen, was mir

Wie bei der Sendung mit der Maus

am besten gefällt", fasste Lisa Nintemann zusammen. Sie war mit einem Freund in den Industriebetrieb gekommen und steht das erste Mal in einer riesigen Fabrikhalle. Zu kompliziert findet sie die Materie nicht: " Man kann alles gut verstehen", vermerkte die Neunjährige.

Auch Jan Riepenhoff hörte interessiert zu. Sein Vater arbeitet selbst in der Kupfer-Fabrik und der Achtjährige interessierte sich dafür, was sein Papa so macht. " Ich fand vor allem die Gießanlage toll", erzählte Jan, fügte aber hinzu, es sei nur ein bisschen schwierig, das alles im Kopf zu behalten.

Nach 90 Minuten war deshalb Schluss: Die Kinder sollten nicht überfordert werden. Ziel der Reihe " Kinder sprechen mit Experten" sei, ihnen Einblicke zu geben, die sie normalerweise in diesem Alter nie bekämen, erklärte Museumspädagoge Dr. Ulrich Winzer vom Museum Industriekultur.

Die Resonanz ist gut. " Wir haben längst Stammkunden, die praktisch alle Angebote mitmachen", vermerkte Winzer. Auch die Firmen nähmen die Aktion ernst und schickten " nicht irgend jemanden".

1200 GRAD: So heiß ist das Kupfer, wenn es bei KME verarbeitet wird. Die vom Museum Industriekultur eingeladenen Kinder ließen sich die Abläufe von Ausbildungsleiter Hans-Hermann Lücke erklären. Foto: Jörn Martens
Autor:
ck


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