User Online: 1 | Timeout: 15:48Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Größere Ampel und Blitz-Kamera
Zwischenüberschrift:
Polizei stellte Unfallstatistik vor - Umbau der Erdbrink-Kreuzung erforderlich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Größere Ampel und Blitz-Kamera

Polizei stellte Unfallstatistik vor - Umbau der Erdbrink-Kreuzung erforderlich

Statistik kann langweilig sein, deren Zahlen lassen sich unterschiedlich interpretieren. Aber man kann auch Lehren daraus ziehen. Eine Konsequenz der Osnabrücker Unfallstatistik 2003: Die Erdbrink-Kreuzung (Johannisstraße/ Wall) muss erneut (und dringend) verändert werden.

Zum letzten Mal (im Februar wird er pensioniert) stellte Polizeihauptkommissar Klaus-Jürgen Rinjes vom Sachgebiet Verkehr der Polizei die Unfallzahlen für die Stadt vor. Ebenso wie Polizeichef Rolf Sprinkmann zeigte er sich nicht ganz unzufrieden. Immerhin sank (bei wieder mehr Einwohnern und gestiegenen Fahrzeug-Zulassungszahlen) die Zahl der Unfälle um 0, 2 Prozent auf 4511.

Seit 1989 beträgt der Rückgang 21 Prozent; damals ereigneten sich 5955 Unfälle im Stadtgebiet.

Allerdings: Sieben Menschen starben im vergangenen Jahr bei Unfällen. " Wir haben jeden Fall untersucht, aber gegen Unachtsamkeit oder falsches Verkehrsverhalten sind wir machtlos." Unter den Getöteten waren zwei Radfahrer und drei Fußgänger. Durchschnittlich starben seit 1993 jährlich sieben Menschen auf Osnabrücks Straßen, in einigen Jahren zwei, in anderen elf. Im Vergleich: 1972 waren es 38 Verkehrstote.

Vor 30 Jahren noch 38 Verkehrstote

Unzufrieden zeigte sich Rinjes mit der von 110 im Jahr 2002 auf 149 gestiegenen Zahl der Schwerverletzten. Als Grund sehen die Verkehrsexperten der Polizei unter anderem eine zunehmende Nachlässigkeit beim Anschnallen. Dies zeige sich auch bei den Kinderunfällen: Allein 28 Kinder wurden als Beifahrer im Auto verletzt, weil sie von den Eltern nicht angeschnallt wurden oder in ungenügenden Sitzen hockten. Positiv bewertete Rinjes, dass die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten gesunken ist, ebenso die Zusammenstöße unter Alkoholeinwirkung. Ein Drittel aller Unfälle wurde durch junge Kraftfahrer verursacht. Seit 1995 registriert die Polizei wieder einen Anstieg bei den Unfallfluchten, vor allem nach Bagatellunfällen. Zusammen mit der Stadt wertet die Polizei die Unfallstatistik aus. Wo können Unfälle durch bauliche Veränderungen verhindert werden? Ganz klar an der Erdbrink-Kreuzung, so Rinjes.

Seit Jahren ein Unfallschwerpunkt, kracht es dort seit Einführung der Rechtsabbiegespur von der Johannisstraße zum Petersburger Wall noch häufiger: Viele Geradeausfahrer Richtung Johanniskirche übersehen wohl, dass sie noch " Rot" haben, und krachen mit den Linksabbiegern Richtung Rosenplatz zusammen. " Wir werden noch größere Ampeln installieren, Haltelinien versetzen und die Rotlichtkameras wieder aktivieren", kündigte der Verkehrsexperte der Polizei an. 38 Unfälle in einem Jahr, davon 20 nach einem Rotlichtverstoß - da müssten Stadt und Polizei aktiv werden.

Unfallstatistik Autobahnen

Auch auf den 104 Autobahnkilometern rings um Osnabrück ist die Zahl der Unfälle leicht gesunken: Um 4, 1 Prozent auf 1023. Vier Menschen wurden getötet, 23 schwer und 136 leicht verletzt. Den Rückgang bei den leicht Verletzten führt die Polizei unter anderem auf die vielen Baustellen zurück: " Da muss man langsamer fahren, Zusammenstöße haben nicht so schwer wiegende Folgen." Allerdings hätten die Baustellen dazu geführt, dass es auf den engen Fahrspuren zu Zusammenstößen beim Nebeneinanderfahren gekommen sei. Dass in den Morgenstunden weniger Unfälle passierten als in den Vorjahren, könnte auch mit den Baustellen zu tun haben: Übermüdete Fahrer seien wachsamer als auf eintönigen, geraden Strecken, vermutete Verkehrssachbearbeiter Rainer Lessing.( d.)

38-MAL KRACHTE ES im vergangenen Jahr an der Erdbrink-Kreuzung. Oft hatten Rotlichtfahrer die Schuld. Deshalb soll die Kreuzung erneut umgebaut werden. Foto: Jörn Martens
Autor:
Beate Dammermann


Anfang der Liste Ende der Liste