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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Einblicke in ein altes Stadtleben
Zwischenüberschrift:
Langers Osnabrück-Gemälde zu sehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Einblicke in ein altes Stadtleben

Langers Osnabrück-Gemälde zu sehen

Eine Jahreszahl steht nicht auf dem Gemälde. Wer es wissen will, muss ganz genau hinsehen: Da fährt die Straßenbahn, das Bild muss also vor 1960 entstanden sein, als die Bahn stillgelegt wurde. Und der Dom trägt nicht mehr seine im Zweiten Weltkrieg zerstörten barocken Turmhauben - also ein Nachkriegsbild. Letztes Indiz: Neben dem Dom steht noch eine Ruine. Diese Ölgemälde dürfte der Osnabrücker Maler Franz-Josef Langer also Ende der 1940er Jahre gemalt haben.

Die Szene eines Jahrmarkts auf dem Domhof ist zusammen mit anderen Stadtansichten Langers derzeit im Atelier Ciasing und Langer zu sehen. Erst im Dezember wurden die Leser der Neuen OZ mit Langers Bildern aus dem Russland des Zweiten Weltkrieg bekannt gemacht, jetzt zieht die Familie nach: " Wir zeigen bewusst Osnabrücker Motive", erzählt Veronika Langer, die Schwiegertochter des Malers, " weil viele Leute immer wieder danach fragen." Unter den Interessenten sind wahrscheinlich einige, die sich an den Maler noch erinnern: " Der stand ja immer irgendwo mit seiner Staffelei und malte", sagt Veronika Langer lächelnd.

Gerade die Jahrmärkte der Stadt scheinen es dem 1981 verstorbenen ehemaligen Lehrer des Carolinums angetan zu haben - und so erhält auch die jüngere Generation Einblicke in alte Gewohnheiten der Stadt. Man sieht Buden, Luftballons und Menschenmengen zum Beispiel am Bürgergehorsam und an der Klosterkaserne.

Langer hat nicht nur in Öl gemalt: Auch Tusche- und Federzeichnungen und sogar eine Zeichnung mit einfachem Filzstift gehören zum Ausstellungsfundus. Außer den Jahrmarktmotiven sind auch Häuser in der Hasestraße zu sehen oder auch die Pernickelmühle an der Hase. Nicht alles ist auf den ersten Blick zu erkennen - so wird das Betrachten der Bilder zu einem anregenden Wiederentdecken der Stadt. Günstige Plakate mit diesen Motiven wird es nicht geben. " Wir möchten es bei den Originalen belassen", sagt Veronika Langer. Und die werden immerhin zum Verkauf angeboten. Bis zum 29. Februar sind die Osnabrücker Bilder Franz Josef Langers ebenso wie seine Bilder aus Russland im Atelier Ciasing und Langer in der Heger Straße 14 zu sehen. Infos unter Tel. 05 41/ 2 52 57.

NACHKRIEGSBILD: Ende der 40er Jahre malte Franz-Josef Langer vermutlich seine Ansicht vom Dom. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
andi


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