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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Haarmann-Stiftung soll die "wilde Natur" schützen
Zwischenüberschrift:
Gertrud Haarmann fördert überregionale Umweltprojekte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Haarmann-Stiftung soll die " wilde Natur" stützen

Gertrud Haarmann fördert überregionale Umweltprojekte

Dem Landschafts-, Tier- und Pflanzenschutz soll die Haarmann-Stiftung zugute kommen. Stifterin ist die inzwischen in Bremen lebende Gertrud Haarmann, Enkelin des legendären Osnabrücker Stahlwerkspatriarchen August Haarmann. Sie wurde gestern von Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip im Rathaus empfangen.

Aufgewachsen ist die 1920 geborene ehemalige Studiendirektorin an der Hamburger Straße zwischen Stahlwerk und Bahnhof. Den fortwährenden metallischen Pulsschlag der Schwerindustrie ständig im Ohr, wuchs eine große Naturverbundenheit in dem jungen Mädchen. Zum Elternhaus gehörte ein großer, parkähnlicher Garten, indem sie ihre Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt entwickelte.

" Natur kennt keine Grenzen", unterstrich die rüstige Stifterin gestern beim Empfang im Friedenssaal. Daher sei die Haarmann-Stiftung auch überregional angelegt. Zum Beispiel kann sie sich ein Engagement für Greifvögel vorstellen, die in Italien oftmals Wilderern zum Opfer fallen.

Die Zinsgewinne des Stiftungskapitals, dessen genaue Höhe nicht beziffert wurde, können aber natürlich auch Osnabrücker Projekten oder Einrichtungen zugute kommen. Allerdings nicht dem Zoo oder dem Botanischen Garten, betonte Gertrud Haarmann. " So schön ich sie finde - aber ich möchte gern der wilden Natur eine Stütze geben." Vorstellbar ist es für sie daher, beispielsweise die Renaturierung der Hase zu fördern.

Der Name Haarmann ist in Osnabrück nicht nur durch den gleichnamigen Brunnen bekannt, den August Haarmann 1909 stiftete. Der 1840 geborene Commerzienrat war Generaldirektor des Georgs-Marien-Bergwerks-und Hüttenvereins, der die Stadtwerke Osnabrück, die Georgsmarienhütte und die Kohlenzeche auf dem Piesberg betrieb. Sein Nachfolger wurde 1911 Allan Haarmann, Gertrud Haarmanns Vater.

Auch ihr Bruder, der Osnabrücker Rechtsanwalt Heino Haarmann, galt zu Lebzeiten als außerordentlich naturverbunden. Nach seinem Tod, vor drei Jahren stiftete Gertrud Haarmann bereits alle mit Stahlwerk und Bergbau verbundenen Erinnerungsstücke der Familie dem Museum Industriekultur am Piesberg.( ack)

STIFTERIN GERTRUD HAARMANN unterzeichnete im Beisein von OB Fip die Satzungsurkunde. Dahinter (von links): die Stiftungsbeiräte Joachim Bensmann, Jutta Krauß und Gerd Lehker und die Vorstandsmitglieder Dr. Elmar Schürmann, Prof. Karlheinz Altendorf und Franz-Josef Hillebrand.

Foto: Elvira Parton
Autor:
ack


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