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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit dem Auto durch die Regale
 
Konkurrenz schaut gespannt zu
Zwischenüberschrift:
Hornbach legt Grundstein für seinen bislang größten Baumarkt
 
Verdrängungswettbewerb auf dem Osnabrücker Markt der Baumärkte?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit dem Auto durch die Regale

Hornbach legt Grundstein für seinen bislang größten Baumarkt

Schon Karl der Große habe mit seiner Entscheidung, Osnabrück zum Bischofssitz zu machen, eine gute Standortentscheidung getroffen, zog Eduard Zimmerle eine historische Parallele: " Die Handelsstraßen von damals sind auch die heutigen Koordinaten", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Hornbach Holding AG, als er gestern den Grundstein für den Markt an der Hannoverschen Straße legte.

Auf dem Gelände des ehemaligen C& A-Lagers direkt an der Autobahn 33 entsteht der größte Markt der Hornnach-Kette. Er soll im Sommer 2003 eröffnet werden. Das Besondere an dem Markt wird das Drive-in-Baustoffcenter als Pilotprojekt sein: Die Regalstraßen sind selbst für Lastwagen passierbar, der Kunde kann die Materialien einladen und zur Kasse fahren. " Das Angebot richtet sich vor allem an Profis", so Zimmerle. Den Schwerpunkt legt das Unternehmen auf das klassische Baumarktsortiment und den Baustoffhandel.

Hornbach schafft fünf Ausbildungsplätze und wird über 100 Mitarbeiter einstellen. Das Angebot richte sich gerade an Langzeitarbeitslose, hob Zimmerle hervor. Gespräche mit dem Arbeitsamt habe es schon gegeben.

Das Unternehmen betreibt 107 Baumärkte, davon 80 in Deutschland. Seit 1987 ist Hornbach an der Börse notiert. Entgegen dem Branchentrend konnte die AG im zurückliegenden Geschäftshalbjahr einen Umsatzzuwachs von 1, 2 Prozent erzielen, der Nettogesamtumsatz der Holding AG betrug im Geschäftsjahr 2002 / 2003 1 705 Millionen Euro. (hmd)

Konkurrenz schaut gespannt zu

Verdrängungswettbewerb auf dem Osnabrücker Markt der Baumärkte?

Wie reagiert die Konkurrenz auf die Hornbach-Ansiedlung? Die Praktiker Kette empfindet die Nähe als " nicht sehr angenehm", wie Pressesprecher Markus Frey einräumt. Kai Nilsson (Hagebau) ist überzeugt, dass unterm Strich Arbeitsplätze verloren gehen.

Hornbach tritt mit dem Ziel an, mit dem Markt an der Hannoverschen Straße neue Kunden aus einem größeren Einzugsgebiet anzuziehen. Das wirke positiv auf den Handelsstandort Osnabrück und auch auf die anderen Baumärkte, so Hornbach-Vorstand Eduard Zimmerle. Hornbach richte sein Angebot gezielt an Unternehmen der Baubranche und grenze sich so von anderen Ketten ab.

Auch Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip versucht die Befürchtungen der Mitbewerber zu zerstreuen. Der neue Baumarkt werde sich " positiv auf die bestehenden Strukturen auswirken", sagte er gestern.

Die Praktiker-Zentrale in Kirkel (Saarland) beobachtet die Konkurrenz mit Argusaugen. Erst kürzlich haben sich Praktiker und Hornbach über bundesweite Medien eine heftige Preis- und Rabattschlacht geliefert. In Osnabrück werden die Ketten fast in direkter Nachbarschaft um die Kunden wetteifern.

Auf dem Markt der Baumärkte gibt es bundesweit einen " Überbesatz", wie Praktiker-Sprecher Frey erklärt. Osnabrück mache dabei keine Ausnahme. Frey sagt einen Verdrängungswettbewerb voraus, dem sich sein Haus mit verstärkter Werbung stellen werde. 341 Praktiker-Filialen gibt es europaweit, 288 in Deutschland.

Kai Nilsson, Osnabrücker Gesellschafter der Hagebau-Kette, bezweifelt, dass neue Kunden nach Osnabrück gelockt werden können. " Das geht nicht über Zuwachs, das geht nur über Verdrängen", sagte er gestern. Nilsson befürchtet, dass unterm Strich mehr Arbeitsplätze verloren gehen werden, als durch den neuen Markt entstehen. Er selbst sieht sich in dem Wettbewerb " gut aufgestellt", weil seine Kette Fachpersonal einsetze, " ohne teurer zu sein". (hin/ hmd)

HORNBACH BAUT auf dem Gelände des ehemaligen C& A-Lagers an der Hannoverschen Straße einen neuen Baumarkt. Zurzeit werden die alten Hallen abgerissen.Fotos: Michael Hehmann

GRUNDSTEIN GELEGT: (von links) Hornbach-Vorstand Eduard Zimmerle, Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip und Bauleiter Tino Zimmermann.
Autor:
hmd


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