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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erster Platz für Osnabrücks üppiges "Blitzlichtgewitter"
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Sat.1-Zuschauer: Autofeindlichste Stadt Deutschlands
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Stadt Osnabrück

Erster Platz für Osnabrücks üppiges " Blitzlichtgewitter"

SAT.1-Zuschauer: Autofeindlichste Stadt Deutschlands

Es ist entschieden: Osnabrück wurde mit einem Stimmenanteil von 60 Prozent der SAT.1-Zuschauer zur " autofeindlichsten Stadt" Deutschlands gewählt. Der Grund: Das " Blitzlichtgewitter" der vielen fest installierten Starenkästen und mobilen Radarfallen.

Weit über 100 000 Zuschauer des " Sat.1 Goodyear Automagazins" hatten sich in den vergangenen vier Wochen an der Umfrage beteiligt (wir berichteten). Bereits zu Beginn der Aktion war den verantwortlichen Redakteuren klar, dass Osnabrück in der Entscheidung ganz vorne mitmischen würde. Faxe, Briefe und E-Mails aus dem gesamten Bundesgebiet türmten sich in der Sat.1-Redaktion. Dabei auffällig viele Beschwerden aus der Friedensstadt selber. Seit Sonntag ist es nun offiziell. Millionen Zuschauer konnten auf dem Bildschirm die Entscheidung verfolgen.

Redakteurin Eva Grüner, die mit ihrem Kamerateam eine Stadtbesichtigung vornahm, war sichtlich über die vielen Blitzanlagen erschrocken und fragte sich: " Das ist ja schon fast unheimlich, machen so viele Blitzer überhaupt Sinn, gerade diese Doppelblitzer an der Bramscher Straße?"

Eine Antwort hatte damals Dr. Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück: " Nach der ersten Blitzeinrichtung beschleunigen viele Autofahrer wieder, um die nachfolgende Ampel noch bei einer Grünphase zu passieren. Das führte auf Grund der hohen Geschwindigkeit immer wieder zu Verkehrsunfällen. Die zweite Blitzeinrichtung verhindert zu hohe Beschleunigungen und trägt somit wesentlich zur Verkehrssicherung bei."

Fairerweise hatte Grüner Beschwerden anderer Art entkräftet. Eine fehlende " Grüne Welle" auf den Ringstraßen konnte nicht festgestellt werden, und auch die Straßenzustände seien nicht ganz so dramatisch, wie geschildert, so ihre Bewertung.

Moderator Kurt Lotz von Sat.1 machte sich schließlich auf den Weg nach Osnabrück, um der Stadt ein neues Verkehrsschild mit der Aufschrift " Die autofeindlichste Stadt Deutschlands - Osnabrück" zu überreichen. Der frühere Interviewpartner Jürgensen war nicht anzutreffen, dafür aber eine Stellvertreterin aus dem Presseamt, die bei der Übergabe des Schildes die Vorwürfe als unbegründet zurückwies, denn schließlich " mache jede einzelne Blitzanlage verkehrspolitisch einen Sinn". Das sahen die Osnabrücker, die Lotz auf der Großen Straße angesprochen hatte, ganz anders. Da war von " legaler Wegelagerei" und " Abzockerei"- die Rede.

Eine Begründung für die Vorwürfe spiegelt sich zumindest in der Stimmverteilung wider: Die Stadt Celle hat mit 30 Prozent Stimmanteil, nicht einmal knapp, den unliebsamen Titel " autofeindlichste Stadt Deutschlands" wegen ihrer kuriosen Verkehrsführung verpasst. Auf Rang drei landete die Bundeshauptstadt Berlin mit 2, 45 Prozent. Hier bemängelten die Zuschauer die schlimmen Straßenschäden.

Jetzt ist Osnabrück um einen unliebsamen Titel reicher. Fraglich bleibt, ob und wenn ja wie Rat und Verwaltung auf diese " Auszeichnung" reagieren. Vielleicht heißt es bei der nächsten Wahl ja schon wieder: " Osnabrück - die autofreundlichste Stadt Deutschlands". (dk)

OB DIE STADT DIESES SCHILD wohl jemals aufstellen wird? Auf alle Fälle konnte ein Milllonenpublikum das Ortsschild auf SAT.1 schon bewundern. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
dk


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