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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit Wasser ist der Schotte gar nicht sparsam
 
Die Bürger können mithelfen
Zwischenüberschrift:
Stadtgärtner im Dauer-Gieß-Einsatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit Wasser ist der Schotte gar nicht sparsam

Stadtgärtner im Dauer-Gieß-Einsatz

Die Erde ist knochentrocken, der Regen der kurzen Gewitter verdampft sofort. Nicht nur Kleingärtner macht der fehlende Niederschlag zu schaffen, auch den Stadtgärtnern. Sie sind im Dauereinsatz, um mit Tausenden Litern Wasser täglich das Stadtgrün grün zu halten.

Allein zehn Mitarbeiter, die Hälfte der Mannschaft, sind in der Innenstadt seit Wochen nur damit beschäftigt, im Schlossgarten und anderen großen Plätzen die Blumenbeete zu bewässern und mit mobilen Wassertanks die 120 Pflanzenkübel an der Johannisstraße und in der Altstadt abzufahren. Dazu kommen noch unzählige durstige Bäume, die betreut werden müssen. Macht im Monat 1100 Bewässerungsstunden.

" Wir müssen mehr wässern, als in anderen Jahren", sagen Fachbereichsleiter Detlef Gerdts und Holger Strubbe, der Bezirksleiter für die Innenstadt. Aus zwei Hydranten im Schlossgarten werden pro Jahr 150 000 Liter Wasser gezapft, um die schönen Blumenbeete zu bewässern. Morgens um 6 Uhr werden die Sprenger aufgedreht, jeweils nach einer halben Stunde an einen anderen Platz gesetzt und erst nachmittags um 3 Uhr versiegt der nasse Strom.

Doch auch die Dauerberieslung der Blumenbeete im Schlossgarten ist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. " Wenn wir eine Stunde bewässern, ist die Erde gerade mal einen Zentimeter tief nass", sagt Strubbe. Das Wasser verdunste viel zu schnell. Die kurzen Gewitter zwischendurch reichten nicht aus. " Was wir brauchen, ist ein richtig schöner Landregen", sagt er. Doch der ist nicht in Sicht.

Eigentlich müsste man nachts bewässern, um die Verdunstung gering zu halten. Doch auch ohne Nachtschicht haben die Mitarbeiter des Fachbereichs genug zu tun. Im Schlossgarten sind Jürgen Stahlke und Wilhelm Koppelmann dabei, die Wasserspender auf- und umzustellen und zwischendurch das Unkraut zwischen den Blumen heraus zu zupfen. Und das gedeiht bei diesem Wetter hervorragend. Zwischendurch freuen sich die beiden aber auch an den Schlossgartenbesuchern, die ihre Rasensprenger zu Brausen umfunktionieren und sich unter dem Strahl abkühlen.

Schade nur, dass sich die Schlossterrasse so nüchtern und kahl, ohne Blumenschmuck präsentiert, finden die Stadtgärtner.

Aus zwei Brunnen am Dom und am Reichweinplatz kommt das Wasser, mit dem die mobilen Fässer gefüllt werden. Täglich werden aus ihnen bis zu 20 000 Liter Wasser gezapft. Karim McLeod, Mitarbeiter des Fachbereichs Grün und Umwelt und gebürtiger Schotte, zeigt bei dieser Arbeit allerdings nicht den sprichwörtlichen schottischen Geiz: die Blumen in den Kübeln werden von ihm reichlich bewässert und auch die jungen Bäume. " Selbst wenn es eine Stunde geregnet hat, ist es unter den Bäumen noch trocken", wissen die Stadtgärtner. (d.)

Zur Sache: Wasser für die Bäume

Die Bürger können mithelfen

Können die Bürger den Stadtgärtnern helfen? " Jein", ist die Antwort von Detlef Gerdts vom Fachbereich Grün und Umwelt. Seine Mitarbeiter müssten sich um jeden Baum kümmern, denn " wir können nicht einen Baum in einer Straße auslassen, weil ein Anwohner versprochen hat, den zu bewässern." Trotzdem sei es hilfreich, wenn sich Osnabrücker um Bäume in ihrer Straße kümmern. " Aber wenn jemand gießt, dann reicht nicht die Füllung einer Gießkanne. Ein Baum braucht mehrere Eimer Wasser." Die Stadtgärtner hoffen weiter auf den ergiebigen Landregen. Denn weil im Augenblick die Bewässerung der Parkflächen und Blumenkübel absoluten Vorrang hat, müsse die Grünpflege in den Außenbereichen der Stadt zwangsläufig vernachlässigt werden. (d.)

IM DAUEREINSATZ ist Karim McLeod.

FAST UNUNTERBROCHEN wird der Schlossgarten bewässert, um die Blumenpracht zu erhalten.

Fotos: Michael Hehmann
Autor:
d.


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