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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In anderen Städten müssen Zug-Besucher zahlen
 
BOK-Vorstand: "Das geht nur freiwillig"
Zwischenüberschrift:
Ein Modell, das auch in Osnabrück denkbar ist?
 
Das sagen die Karnevalisten
Artikel:
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Originaltext:
In anderen Städten müssen Zug-Besucher zahlen

Ein Modell, das auch für Osnabrück denkbar ist?

In vielen Karnevalshochburgen werden die Besucher des Narrenumzugs zur Kasse gebeten, um damit einen Teil der Sicherungs- und Reinungskosten zu zahlen. Wäre das Modell auf Osnabrück übertragbar? Sollen die feiernden Narren an den Kosten des Ossensamstag-Zuges mit dem freiwilligen Kauf einer " Eintrittskarte" beteiligt werden? Sagen Sie uns ihre Meinung.

25 000 Euro kostet die Stadt nach eigenen Angaben das karnevalistische Großereignis, weitere 18 000 Euro werden für die Reinigungsarbeiten aufgewendet. Kosten für den Einsatz der Polizei sind nicht im Einzelnen aufgeschlüsselt - aber " nicht unerheblich", wie der Organisator des Polizeieinsatzes, Jürgen Zielinski, sagt.

Die öffentliche Hand zahlt, weil der Straßenkarneval als kulturelle Veranstaltung mit hoher Bedeutung für die Region gilt. Es gibt ein öffentliches Interesse an dem Fest, das Teil der regionalen Kultur ist. Deshalb zahlen auch die Karnevalisten keinen Beitrag für Sicherheits- und Aufräumdienste. Auch andere Großveranstaltungen wie Fußballspiele gelten als gesellschaftsrelevante Veranstaltungen, an deren Durchführung ein öffentliches Interesse besteht und deren Veranstalter - die Vereine - keinen Cent für die Sicherheitsmaßnahmen zahlen müssen.

Einige Städte machen das anders. In Damme kassiert die Karnevalsgesellschaft von den Narren einen Eintritt, den Wachleute an den Zugängen zur Strecke kassieren. Die Einnahmen braucht die Karnevalsgesellschaft, um die eigenen Kosten zu begleichen. An den Kosten für Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt müssen sich die Narren nicht beteiligen. Damme lässt sich den närrischen Sonntag (eine Woche vor dem Ossensamstag) jährlich etwa 30 000 Euro kosten. Der Dammer Karneval sei ein Werbeträger für die Stadt, sagt der Wirtsschaftsförderer Andreas Herzog. Er sichere Damme die Aufmerksamkeit der Medien.

Vor allem in Süddeutschland werden Innenstädte quasi abgeriegelt. Wer beispielsweise zum Ravensburger " Narrensprung" will, wird von den Posten höflich um einen Kostenbeitrag von zwei oder drei Euro pro Pappnase gebeten. Der Gast bekommt einen Anstecker als " Eintrittskarte". Er ist aber nicht zur Zahlung verpflichtet, denn keiner kann ihm verwehren, etwa einen Freund zu besuchen, der zufällig am Marktplatz wohnt.

Die Stadt Ravensburg zahlt einen festen Zuschuss von 10 000 Euro für die Fastnacht. Alles, was darüber liegt, muss die " Narrenzunft" begleichen. Das sind nach Angaben des Stadtsprechers Alfred Oswald etwa 2 000 bis 3 000 Euro.

Bei berühmten und farbenprächtigen Rottweiler Narrensprung in Baden-Württemberg werden nicht die Zuschauer um einen Beitrag gebeten, sondern die Zugteilnehmer. Zehn Euro zahlen Erwachsene, vier Euro Kinder, die im Zug mitgehen wollen. Darin ist eine Versicherung enthalten. (hin)

Das sagen die Karnevalisten

BOK-Vorstand: Peter Krasemann, Vorsitzender des Bürgerausschusses Osnabrücker Karneval (BOK), hält es für unmöglich, die gesamte Innenstadt abzuriegelnund der großen Zahl der Ossensamstags-Teilnehmer eine Art Eintritt abzunehmen:

" Wie soll das funktionieren?"

Der BOK-Vorstand. habe das Problem diskutiert und sei zu dem Schluss gekommen: " Das geht nur freiwillig." Die Vereine selbst können nichts bezahlen, die butterten schon heute ordentlich zu.

DER REST VOM FEST: Besen bei Fuß standen die Männer vom Abfallwirtschaftsbetrieb am Ossensamstag und hatten die Stadt in Windeseile wieder hergerichtet.

OLLE USE: Hier kontrolliert der Chef (Dieter Willmann) selber. Fotos: Michael Hehmann
Autor:
hin


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