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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Hase darf sich wieder zeigen
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Betonplatte am Hauptbahnhof wird abgerissen - Haseuferweg mit Promenade
Artikel:
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Originaltext:
Die Hase darf sich wieder zeigen

Betonplatte am Hauptbahnhof wird abgerissen - Haseuferweg mit Promenade

42 Jahre lang führte die Hase am Hauptbahnhof ein Schattendasein: An der Bruchstraße verschwand sie unter einer Betonplattform, am Konrad-Adenauer-Ring kam sie wieder zum Vorschein, jetzt darf sie sich wieder in voller Schönheit zeigen. Mit Crasher und Abbauhammer wird der 50 Meter lange Abschnitt freigelegt. Damit wird der Haseuferweg wieder ein kleines Stück länger.

Pflegeleicht sollte es sein und praktisch dazu: Eine Betonplatte über einem Fluss, auf der Autos parken konnten, galt damals als fortschrittlich. Heute wird in diesem Zusammenhang gern das Wort " Bausünde" in den Mund genommen. 400 000 Euro inves-

An der Brücke hat der Zahn der Zeit genagt

tiert die Deutsche BauBeCon AG im Auftrag der Stadt, um das Ufer wiederherzustellen. Ziel sei es, den " lange Zeit vernachlässigten Flusslauf" wieder erlebbar zu machen, erklärte Stadtbaurat Jörg Ellinghaus in einem Pressegespräch zu Beginn der Abbrucharbeiten.

Die Betonplatte wird zunächst von einem Bagger mit Abbruchhammer durchlöchert. Eine überdimensionale Kneifzange - der Crasher - trennt die freigelegten Eisenstäbe und knackt die dicken Betonträger, auf denen die Konstruktion ruht. Die Brocken fallen in die Hase, ein Bagger räumt das Bett anschließend wieder aus. Allerdings nicht vollständig, wie der Reinhold Höcker von Firma Dieckmann erläuterte: Um den Wasserstand anzuheben, sei es sogar gewollt, dass etwas Schutt liegen bleibt.

Nach den aktuellen Plänen soll am nördlichen Ufer, also auf der Rückseite des Kinocenters, eine Promenade entstehen - als Ergänzung des Haseuferweges, der demnächst bis in die Stadtmitte führen soll. Wie das südliche Ufer erschlossen wird, ist noch offen. Der Bauunternehmer Fritz Scholle möchte auf dem dreieckigen Areal ein Dienstleistungszentrum errichten, für das er bereits einen Architektenwettbewerb ausgelobt hat (wir berichteten). In allen drei Entwürfen ist die Hase zumindest von dem Neubau aus zugänglich.

Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau rechnet mit einer Bauzeit von vier Monaten. Etwas länger wird es voraussichtlich dauern, die benachbarte Hasebrücke über die Bruchstraße wieder in Ordnung zu bringen. Der Zahn der Zeit hat an dem Bauwerk genagt, dessen tragende Konstruktion schon vor dem Krieg entstanden ist. Für die Sanierung veranschlagt der Fachdienst Straßenbau 150 000 Euro. (rll)

MIT ABBRUCHHAMMER UND CRASHER wird der Beton geknackt: Am Konrad-Adenauer-Ring kommt die Hase wieder zum Vorschein.Foto: Klaus Lindemann
Autor:
rll


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