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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Lob von allen Seiten - Bagger und Blumenbeete
Zwischenüberschrift:
Ein "Verbindungsbeauftragter ebnete den Weg - Der Berg im Aufbruch : Das verspricht die Gartenschau
Artikel:
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Originaltext:
Ein " Verbindungsbeauftragter" ebnete den Weg

Die Bundesgartenschau werde " deutliche Wachstumsimpulse für die Region auslösen": So reagierte gestern die Industrie- und Handelskammer auf den Buga Zuschlag für Osnabrück.

Besonders profitieren würden die Bauwirtschaft, Gartenbau und Tourismus, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Hubert Dinger. Das Osnabrücker Land werde um ein Freizeitgroßprojekt reicher. Wichtig sei es, in der Konzeption die touristische Nachnutzung des Geländes im Auge zu behalten. " Vor diesem Hintergrund sollte es gelingen, den Wirtschaftsraum Osnabrück im Rahmen des Regionalmarketings gemeinsam darzustellen", so Dinger weiter.

Reaktionen

Hartwig Piepenbrock, nach eigenen Worten " ein Osnabrücker an Spree und Havel", bezeichnete die " großartige Entscheidung" in einer E-Mail an Oberbürgermeister Fip einen " schönen Erfolg für die Gemeinschaftsanstrengung von Politik, Verwaltung und Wirtschaft". Fritz Brickwedde, Geschäftsführer der Bundesumweltstiftung (DBU) und Vorsitzender des Verkehrsvereins Stadt und Land Osnabrück (WO), stellte Fördermittel der Umweltstiftung in Aussicht. Bei der Finanzierung komme es darauf an, private Förderer zu gewinnen. Dazu sollte möglichst bald ein Förderverein gegründet werden.

Besondere Freude löste die Buga-Entscheidung bei Professor Hans-Albrecht Dicke aus, der sich privat stark für die Buga-Bewerbung engagierte und seine beruflichen Kontakte über den Fachbereich Agararwissenschaften der Fachhochschule nutzte, um in den wichtigsten Fachkreisen für Osnabrück zu werben. Er selbst definiert seine Rolle als " Verbindungsbeauftragter". Er hatte die Fachleute der Buga-Gesellschaft durch den Piesberg geführt und damit entscheidenden Einfluss ausgeübt.

Josef Thöle (CDU), Ortsbürgermeister von Pye, schreibt dem Museum Industriekultur und seinem Leiter, Rolf Spilker, einen hohen Anteil für den Erfolg der Idee zu. Das Museum habe den Piesberg mit seiner ungewöhnlichen Geschichte zurück in das Bewusstsein der Osnabrücker gebracht, sagte Thöle. Zuvor sei der Berg nur als Müllkippe und Industriezone zur Kenntnis genommen worden, (hin)

" ALS NATURLIEBHABER würde ich auf jeden Fall zur Buga gehen." Ob es finanzierbar ist, wagt Gerda Schratz zu bezweifeln. Sicher ist sie sich aber, dass Osnabrück mehr Besucher, anlockt.

DAS GELÄNDE ist in Sami Tabbaras Augen bestens geeignet für die Buga. " Osnabrück wird es sich leisten können", glaubt er. Der Rückhalt aus der Bevölkerung ist nach seiner Meinung vorhanden.

" OSNABRÜCK wurde in den Medien präsenter sein", hofft Martina Herzog. Sie würde nicht nur einmal die Gartenausstellung besuchen. " An einem Tag schafft man das ja gar nicht", ist sie der Meinung.

DAS GELD könnte auch besser investiert werden, meint Michael Mehrhof. " Ich bin mir nicht sicher, ob so viele Gäste kommen würden. Die Wirtschaft in der Region würde sicherlich davon profitieren."

" DER TOURISMUS in der Region wird bestimmt angekurbelt, und das Gelände wird ein lebhaftes Ausflugsziel", denkt Karin Aderhold. Sie ist erst vor kurzem nach Osnabrück gezogen und kennt nicht die Stadtfinanzen.

FINDET ES GUT, dass Osnabrück Buga-Stadt wird: Schwiegermutter Edith Aderhold aus Belm fragt sich aber: " Wo soll das Geld herkommen?" Wenn es so weit ist, will sie auf jeden Fall das Gelände erkunden.

Die Idee

Die Idee, den geschundenen Piesberg zum Garten der Nation zu machen, ist etwas mehr als drei Jahre alt. Wer als Erster den Gedanken ins Spiel brachte, ist nicht mehr festzustellen. Fest steht, dass die CDU-Fraktion die Idee im Mai 2000 zum ersten Mal in die Öffentlichkeit brachte und am 6. Juni desselben Jahres dem Stadtrat den Antrag vorlegte, eine Machbarkeitsstudie " Bundesgartenschau in Osnabrück" in Auftrag zu geben. Die CDU war damals noch in der Opposition. Der Antrag wurde bei vier Gegenstimmen von den Grünen und eine aus der SPD angenommen. Zu den Antreibern gehörten Burkhard Jasper, Josef Thöle und Wolfgang Klimm. OB Fip betonte gestern erneut, dass der Erfolg der Buga-Bewerbung " ein Ergebnis gemeinschaftlicher Anstrengungen" sei.

SO KONNTE ES 2015 AUSSEHEN: Knapp 60 Hektar stehen für die Gartenausstellung zur Verfügung. Eine Brücke (" Skywalk") führt über die Blumenwiese, die den Müllberg bedeckt, auf den Aussichtspunkt. Im Steinbruch entsteht ein Theater. Zeichnung: Heimer und Herbstreit

Bagger und Blumenbeete

Der Berg im Aufbruch: Das verspricht die Gartenschau

Eine Kraterlandschaft wird zum Garten der Nation. Die Bundesgartenschau in Osnabrück wird ganz anders werden als alle anderen zuvor.

Die Kulisse: Ob vor zwei Jahren in Magdeburg oder jetzt in Rostock, das Problem ist fast überall gleich: Auf freien, ebenen Flächen mussten für die Buga Landschaften mit Hügeln, Tälern und Wasserläufen geformt werden. Das alles hat der Piesberg schon. Die Besucher können zum Beispiel auf dem Wasserweg anreisen. Im Gelände sind heute schon aus Schlammbecken kleine Biotope geworden. Im Steinbruch entsteht ein in den Felsen eingebettetes Theater für kulturelle Veranstaltungen.

Die Geschichte: Der Piesberg steht für die Ausbeutung der Natur durch den Menschen. Er war Kohlerevier und ist ein Steinbruch, er wurde mit Müll gefüllt und wird als Naturraum geschützt. Die Buga wird nach dem vorliegenden Konzept den " Berg der Maloche" in eine Erholungslandschaft verwandeln, die über die Buga hinaus Be-

Das Konzept

sucher in die Stadt locken soll. Die Ausbeutung des Berges endet mit der Buga nicht: Die Besucher werden einen weiterhin aktiven Steinbruch erleben mit Sprengungen und riesigen Baggern, die gewaltige Brocken bewegen. Die historischen Bergwerksgebäude können genutzt werden.

Der Rundweg: Der Haupteingang wird am Kanal liegen, wo heute die Piesberger Steinindustrie das transportfertige Material lagert. Dort entsteht der Kern einer jeden Buga, die Gartenausstellung mit Hallen und Themenparks. Über eine Brücke (" Skywalk") geht es hinüber auf den Felsen, der den Steinbruch von der ehemaligen Müllkippe trennt Auf der Felsrippe thront ein Turm, der zum Wahrzeichen der Buga 2015 werden soll und über dessen Form sich kreative Leute noch Gedanken machen sollen. Von hier aus reicht der Blick bei gutem Wetter bis weit ins norddeutsche Flachland. Weiter geht es, möglicherweise über einen Aufzug, auf die Sohle des Steinbruchs, wo ein Freilichttheater Raum für Kulturveranstaltungen bieten wird. Der Rückweg zum Eingang könnteüber den Stüveschacht führen. (hin)
Autor:
hin


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