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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Brüten bald wieder Störche im Stadtgebiet?
Zwischenüberschrift:
Überraschung in Hellern: Vier Weißstörche machen Station
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Adebar kehrt zurück: Erstmals seit 30 oder 40 Jahren gibt es wieder Störche in der Düte-Niederung zwischen Atter und Hellern. Und einen Platz zum Brüten haben sie auch schon gefunden - ausgerechnet in der Storchenstation von Wolfgang Herkt.

" Am Samstag waren sie plötzlich da", so berichtete Wolfgang Herkt gestern. Vier der schwarzweißen Schreitvögel mit dem roten Schnabel standen plötzlich auf dem weitläufigen Grundstück an der Straße Am Flugplatz. Sie begutachteten die Volieren, in denen Herkt seine Pfleglinge - Eulen, Adler und auch ein bereits brütendes Storchenpaar - untergebracht hat. Und sie folgten Heidi Herkt hinter dem Rasenmäher auf einer der Wiesen, um dort nach Nahrung zu stochern.

Wahrscheinlich seien es Jungstörche, die die weite Reise von Afrika nach Europa über die Ost-Route über das Schwarze Meer zurückgelegt hatten und nun eine Bleibe für den Sommer suchen, vermutet Wolfgang Herkt: " Die Ost-Störche kommen immer relativ spät." Zunächst seien die Zugereisten " völlig platt" von der weiten Reise gewesen, " sie lagen im Gras und ruhten sich aus". Nachdem aber dann ein Paar der Weiß-

Stadtwerke und Feuerwehr halfen

storche schon begonnen habe, auf einer der Volieren Nistmaterial für einen Horst zusammenzutragen, musste gehandelt werden: " Noch am Sonntag habe ich den Unterbau für einen Horst besorgt", so Herkt weiter.

Gestern Nachmittag wurde dann mit Hilfe der Stadtwerke und der Feuerwehr der Kunsthorst in Hellern aufgerichtet: Auf einem 6, 5 Meter hohen Telegrafenmast thront der eiserne Unterbau, darauf eine erste Schicht aus Ästen und Reisig. Ein zweiter Horst wird knapp über dem Boden aufgestellt - als Angebot, falls sich einer der zugereisten Gäste mit einem der nicht mehr flugfähigen Patienten in der Aufnahme- und Auswilderungsstation von Wolfgang Herkt in Hellern verpaaren will. Zumindest zwei der vier Adebare blieben jedenfalls gestern während der ganzen Aktion in (sicherer) Nähe und begutachteten von dort das angebotene Domizil. Ob sie den Kunsthorst beziehen werden, bleibt abzuwarten.

Aber " jede erfolgreiche Brut nützt der Art insgesamt", so Wolfgang Herkt. Dank der Düte-Renaturierung in den letzten Jahren seien die nötigen Biotop-Voraussetzungen im Westen der Stadt Osnabrück längst gegeben. Und deshalb hofft er nun auch, dass vielleicht schon in diesem Sommer die ersten Jungstörche schlüpfen könnten. (fhv)

DIE DREHLEITER der Berufsfeuerwehr war erforderlich, um den schweren Kunsthorst in luftiger Höhe zu montieren.

ZWEI ADEBARE begegnen sich: Unten der Patient in der Storchenstation von Wolfgang Herkt in Hellern, oben auf der Voliere einer der vier zugereisten Weißstörche.

NISTMATERIAL AUS ZWEIGEN UND ÄSTEN soll den Storchen die Arbeit des Nestbauens erleichtern: Wolfgang Herkt (links) und Feuerwehrmann Joachim Hirnschal bei der Arbeit. Fotos: Michael Hehmann
Autor:
fhv


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