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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Ein Jahr danach: Die Kettensäge gibt den Ton an
 
Schnee und Eis auf Radwegen
 
Ökologich, lecker und auch teuer
Zwischenüberschrift:
Aus dem Staatrat
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Aus dem Staatrat

Ein Jahr danach: Die Kettensäge gibt den Ton an

Bürgerproteste zu Fällaktionen

Seit Frühjahr vergangenen Jahres ist die Baumschutzsatzung der Stadt Osnabrück gestrichen. Seitdem kreischen vermehrt die Kettensägen im Stadtgebiet. So jedenfalls lässt sich nach Auffassung von Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann die hohe Zahl von Nachfragen zur Zulässigkeit von Abholzungsaktionen interpretieren, die die Verwaltung bislang erreichten.

Zimmermann beantwortete am Dienstag im Rat eine Anfrage der Grünen, die wissen wollten, welche Auswirkungen die Aufhebung der Baumschutzsatzung auf schützenswerte Landschaftsbestandteile wie unter anderem Bäume und Hecken hat.

Konkrete Zahlen lägen nicht vor, so Zimmermann. Da aber alleine eine Wohnungsbaugesellschaft (die Wohnungsbaugesellschaft Osnabrück, wir berichteten) schon 100 Bäume fällte, liege die Vermutung nahe, dass die Gesamtzahl der entfernten Bäume " nicht unerheblich sein dürfte".

Empörte Bürger hätten sich im Büro der Grünen über die Abholzaktionen beschwert, begründete Michael Hagedorn die Anfrage seiner Partei. Von der Verwaltung wollte er wissen, welche Reaktionen hier zu verzeichnen seien. Zimmermann bestätigte eine Vielzahl von Anrufen beim Fachbereich Grün, die sich nach der Rechtmäßigkeit der Fällaktionen erkundigt hätten und vor allem auch nach Möglichkeiten, wie diese zu verhindern seien. So habe unter anderem der Bürgerverein Nord-Ost in einem Schreiben seine Verwunderung und auch Verärgerung über Abholzungen an der Knollstraße und der Ellerstraße bekundet und zugleich Ersatz für die entstandenen Lücken gefordert.

Welche Möglichkeiten die Verwaltung sehe, Bäume und Hecken vor dem " willkürlichen Zugriff durch die Einzelinteressen von Grundeigentümern zu bewahren", wollten die Grünen zusätzlich wissen. Zimmermann setzt für die Zukunft auf Beratung zur " baumfreundlichen Lösung in auflaufenden Konfliktfällen". Gleichzeitig sollen die Anstrengungen zur Durchsetzung der in Bebauungsplänenund Schutzgebietsverordnungen enthaltenen Gehölzschutzbestimmungen forciert werden. Die dritte Möglichkeit, die Zimmermann aufzeigte, die Wiedereinführung einer Satzung nach Naturschutzrecht, dürfte wohl kaum jemand ernsthaft in Betracht ziehen. (dk)

ABHOLZAKTIONEN wie diese an der Knollstraße erregen die Gemüter.Foto: Uwe Lewandowski

Ökologisch, lecker, aber auch teuer

Der Großteil der Küchen in Einrichtungen der Stadt setzt zwischen fünf und zehn Prozent der verwendeten Produkte aus dem ökologischen Landbau ein. Damit wird die offizielle Leitlinie des Bundes (Ziel: Anteil von 20 Prozent) nicht erreicht. Als Gründe dafür nannte Umweltdezernent Dieter Zimmermann auf Anfrage von Bündnis 90 / Die Grünen den zusätzlichen Arbeitsaufwand und die Mehrkosten der Produkte. Abhilfe könnte hier neben zusätzlichen Haushaltsmitteln die Einrichtung einer zentralen Erzeugergemeinschaft oder Vermarktungsgesellschaft schaffen, die für kommunale Einrichtungen den Einkauf und die Verteilung durchführt.

Schnee und Eis auf Radwegen

Die Räumung von Schnee und Eis auf den Osnabrücker Radwegen stellt sich schwerer dar, als gemeinhin angenommen wird. Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hatte den Beschlussvorschlag eingebracht, dass Radwege als öffentliche Verkehrsflächen im Stadtgebiet " unverzüglich gereinigt und befahrbar gemacht werden". Derzeit ist es so, dass der Schnee von der Fahrbahn auf die Randstreifen geräumt wird. Technische Probleme gestalten eine Räumung der Radwege derzeit noch schwierig. Der Rat beschloss jetzt, das Thema in den zuständigen Werksausschuss zu verweisen. Nicht ganz ernst gemeint war der Vorschlag von Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip: " Schaffen wir doch den Winter ab."
Autor:
dk


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