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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Für Leute, die die Stadt neu entdecken wollen
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Kopenhagener Architekt gewinnt Architektenwettbewerb für das Wohnprojekt Jahnstraße
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Für Leute die die Stadt neu entdecken wollen

Kopenhagener Architekt gewinnt Architektenwettbewerb für das Wohnprojekt Jahnstraße

Der Kopenhagener Architekt Prof. Carsten Lorenzen hat den Wettbewerb für das geplante Wohnprojekt an der Jahnstraße gewonnen. Auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebes sollen über 60 anspruchsvolle Wohnungen entstehen. Lorenzen, der als Spezialist für progressive Wohnformen gilt, setzte sich gegen acht Architektenteams aus ganz Deutschland durch. Sein Rezept ist eine Kombination aus Blockrand- und Zeilenbebauung.

" Die Zielgruppe sind Leute, die die Stadt für sich neu entdecken wollen", meinte Stadtbaurat Jörg Ellinghaus gestern bei der Vorstellung der Entwürfe. Den Architektenwettbewerb hatte die Firma GPI Grundwerte & Projektideen, eine Tochter der Köster Bau AG, in enger Abstimmung mit der Stadt Osnabrück ausgeloht. GPI steht seit Ende Mai als Investor für das Wohnprojekt fest.

Für das knapp einen Hektar große Carree läuft seit dem Frühjahr 2002 eine neue Art der Bürgerbeteiligung. Ziel ist es, nicht nur die Anwohner, sondern auch die zukünftigen Bewohner gemeinsam mit dem Investor in die Entscheidungen mit einzubinden.

Neun Architektenbüros mit Referenzen für den Wohnungsbau waren jetzt zu dem Wettbewerb aufgefordert worden. Prof. Carsten Lorenzen, der einzige Teilnehmer aus dem Ausland, machte mit seinem Entwurf das Rennen. Die Entscheidung der Jury (unter Vorsitz von Walter von Lom) sei einvernehmlich gewesen, erklärten Stadtbaurat Jörg Ellinghaus und Roger Dörpmund von GPI gestern.

Platz zwei ging an das Planungsbüro Schmitz aus Aachen, das schon das GPI-Wohnprojekt " Junger Schinkel" an der Buerschen Straße entworfen hatte. Auf den dritten Rang kamen die Baufrösche aus Kassel. Das Büro Reinders & Partner aus Osnabrück, der einzige Name aus der Region, findet sich auf Platz vier.

Carsten Lorenzen, der auch den Wettbewerb " Wohnen und Arbeiten am Stadtpark" für den Hamburger Güterbahnhof gewonnen hat, setzt auf eine Kombination unterschiedlicher Haustypen, die aber ein organisches Ganzes bilden sollen. Das Blockheizkraftwerk an der Ecke Wüstestraße / Jahnstraße will er stehen lassen, ebenso das beherrschende Gebäude an der Kiwittstraße, in dem jetzt die Leitung des Abfallwirtschaftsbetriebes sitzt.

Ein grüner Innenhof bildet das Herz der geplanten Wohnanlage. Er soll auch von außen zugänlich, dem Charakter nach aber " halböffentlich" sein, also vorrrangig den Bewohnern vorbehalten bleiben. Eine geschlossene Raumkante bestimmt den Blick zur Jahnstraße, zur Kiwittstraße und zur Wüstenstraße. Zum Schnatgang hin wirkt diese Kante offener, weil der Blick in die seitlich offenen Bauzeilen fällt.

Lorenzens Häuser sind überwiegend dreigeschossig, an einigen Stellen wurde ein Dachgeschoss draufgesetzt. Alle Dächer sind flach und sollen begrünt werden. Nicht nur von außen, auch von innen sei der Entwurf anspruchsvoll und zeichne sich durch pfiffige Grundrisse aus, versicherte Roger Dörpmund gestern.

Die Stadt will nun einen Bebauungsplan aufstellen, um die Realisierung des Wohnprojekts zu ermöglichen. Mit den Bauarbeiten kann allerdings erst begonnen werden, wenn der Abfallwirtschaftsbetrieb das Gelände an der Jahnstraße geräumt hat. Das werde voraussichtlich im Herbst 2003 sein, hieß es gestern.

Die fünf prämiierten Entwürfe sollen ab dem 6. Januar für vier Wochen im " Kollegien-Center" gegenüber dem Amtsgericht öffentlich ausgestellt werden. (rll)

MEHR ALS 60 ANSPRUCHSVOLLE WOHNUNGEN sollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebes an der Jahnstraße entstehen. Hier der preisgekrönte Entwurf des Kopenhagener Architekten Carsten Lorenzen. Foto: Klaus Lindemann

HALBÖFFENTLICH soll der Grünzug im Herz des Wohnprojekts an der Jahnstraße sein. Hier eine Architektenzeichnung aus dem Büro Lorenzen.l
Autor:
rll


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