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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Mit Biotech wird´s schonend sauber
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Umweltstiftung eröffnet Ausstellung
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Mit Biotech wird' s schonend sauber

Umweltstiftung eröffnet Ausstellung

Manche Mikroorganismen fühlen sich bei Temperaturen über 100 Grad erst richtig wohl. Andere lieben arktische Kälte. Solche Extremlebenskünstler helfen, Wolle umweltschonend zu veredeln oder Böden zu sanieren. Wie das funktioniert, zeigt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ab heute in der Ausstellung " Faszination Biotechnologie" im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK).

" Schon 1914 kam das erste Biowaschmittel auf den Markt", klärt Projektleiterin Ulrike Peters vom ZUK auf. Ein Hersteller mischte damals getrocknetes Bauchspeicheldrüsensekret von Schweinen ins Pulver, und die Flecken ließen sich hesser entfernen. Heute tragen andere Enzyme dazu bei, dass sich hartnäckige Flecken schon mit einer 60-Grad-Wäsche auflösen. Das spart Energie, und deshalb fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt eine entsprechende Entwicklung.

Zehn solcher Projekte bilden den Kern der Ausstellung " Faszination Biotechnologie". Es geht um Bier und Salami, um Medikamente und Textilfasern. Baumwolle enthält nach der Ernte noch Holzbestandteile, so genanntes Lignin. An der Schafwolle kleben Grassamen und Kletten. Mit Schwefelsäure lassen sieb solche Anhaftungen zwar entfernen. Allerdings greift eine solche Behandlung die Faser an und kostet Energie. Nicht so beim neuen Enzymverfahren. Die Arbeit verrichtet dabei ein Pilz namens Trametes versicolor - schonend für Faser und Umwelt, wie die beiden Ausstellungsmacherinnen Ulrike Peters und Kerstin Schulte betonen.

Biotechnologie hilft auch, Jahrhunderte alte Wandmalereien zu schützen, die vom Pilzfraß bedroht sind. Im Kloster Wienhausen bei Celle muss der knapp 50 Jahre alte Schutzanstrich aus dem Milchprodukt Casein entfernt werden, ohne dass den Malereien aus dem 13. Jahrhundert Schaden droht. Bislang wurden bei solchen Restaurierungsarbeiten gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt. Ein Enzymverfahren, das mit Unterstützung der Umweltstiftung entwickelt wurde, kommt ohne solche Nebenwirkungen aus.

Die Ausstellung ist behindertengerecht aufgebaut. Für Schulklassen und Gruppen bietet das Zentrum für Umweltkommunikation Führungen an (Kontakt Telefon 0541-9633941 oder ausstellung@ dbu.de). Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags 9 bis 17 Uhr, freitags 9 bis 13 Uhr (keine Anmeldung erforderlich). (rll)

Sonntag offene Tür im ZUK

Einen Tag der offenen Tür veranstaltet das Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt am Sonntag, 1. Dezember, von 10 bis 17 Uhr.

WOLLFASERN UNTER DEM MIKROSKOP: Kerstin Schulte zeigt den Unterschied zwischen chemisch veredelten und mit Enzymen schonend behandelten Fasern im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU.Fotos: Elvira Gotthardt
Autor:
rll


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