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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Schinkel: Votum für beide Containerplätze
 
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Bürgervereine und Politik sind einig
 
Grünabfallplätze
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Schinkel: Votum für beide Containerplätze

Bürgervereine und Politik sind einig

Einhellig lehnen die beiden Bürgervereine in Schinkel und die vier im Rat vertretenen Fraktionen die Aufgabe der Containerstandorte für Grünabfälle am Kapellenweg und am Strothmannsweg ab. Das wurde am Mittwochabend während einer Informationsveranstaltung des Bürgervereins Schinkel-Ost deutlich.

Der zuvor einstimmig von den Mitgliedern wiedergewählte Vorsitzende des gastgebenden Bürgervereins, Walter Leineweber, hatte die Planungen des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs skizziert. Demnach sollen die 21 Containerstandorte im Stadtgebiet deutlich reduziert werden. Es bestünde die Absicht, für Schinkel nur noch einen Standort in Lüstringen " Auf dem Gehren" anzubieten. " Die beiden Plätze im Bereich Schinkel am Kapellenweg und am Strothmannsweg dürfen nicht wegfallen, sonst sieht es rings um den Schinkelberg bald aus wie Hülle", sagte Leineweber unter Beifall.

Auch einer eventuellen Umwandlung in ständig bewachte Plätze steht er skeptisch gegenüber. " Dann sind sie am Wochenende geschlossen, wenn wir sie brauchen."

Volle Rückendeckung erhielt er von den Landtagskandidatinnen Katrin Trost (CDU), Alice Graschtat (SPD) und Gabriela König (FDP) sowie vom grünen Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Michael Hagedorn, und Ratsvorsitzendem Josef Thöle.

" Beide Standorte müssen erhalten bleiben, denn wir wollen den Mülltourismus per Kofferraum nicht, sondern setzen auf die umweltfreundliche Schubkarre", so Katrin Trost. Ein einziger Standort in Schinkel könne zudem die in Schinkel anfallenden Mengen an Grünabfall gar nicht aufnehmen.

Ähnlich äußerte sich Gabriela König. Sie lehnt eine Bewachung der Standorte in Schinkel ab. Eine solche Aufsicht sei vielmehr dort sinnvoll, wo die Container an das Landkreisgebiet grenzten, denn dort würden sie vielfach missbräuchlich von Bewohnern des Landkreises genutzt.

Alice Graschtat sprach von " unsinnigen Überlegungen" beim Abfall Wirtschaftsbetrieb. Ihre Fraktion werde entsprechenden Vorschlägen nicht folgen: " Vorhandene Standorte müssen bestehen bleiben und nur zum Teil bewacht werden." Ein Missbrauch durch Landkreis-Bewohner sei auch durch Bewachung ohnehin nur eingeschränkt zu verhindern. Im Übrigen sei sie verwundert, dass Willi Niggemann als Chef des Abfallwirtschaftsbetriebes plötzlich Kostenargumente anführe. " Bisher ging es uns gegenüber immer nur um Verschmutzung und Missbrauch." Die während der Versammlung gezeigte Unterstützung durch die Bürgervereine bezeichnete sie als " sehr hilfreich" für die Politik.

Michael Hagedorn sagte, die Verwaltungsvorschläge hätten sich schon sehr schnell als " nicht haltbar" erwiesen. Seine Meinung: " Die Containerplätze müssen zu Fuß erreichbar bleiben." Außerdem sei es absurd, mit den Plätzen in Schinkel ausgerechent einige der am stärksten frequentierten Standorte schließen zu wollen. Die Bewachung dagegen habe sich als sinnvoll erwiesen, und auch die Bewachungszeiten seien sehr bürgerfreundlich.

Leineweber dankte unter Applaus für die Unterstützung durch die Parteien. Die Diskusssion ergab den Wunsch, jeden Standort den individuellen Gegebenheiten anzupassen. Eine stundenweise Bewachung habe sich in der Vergangenheit bewährt: Die Plätze seien wesentlich sauberer gehalten worden.

Kein Hoffnung konnte Alice Graschtat auf die Frage machen, ob denn die Eisenleitern wieder angeschafft würden. " Die werden einfach geklaut, und die Verwaltung hat die Neuanschaffung inzwischen aufgegeben." (fr)

Grünabfallplätze

Auswertung lohnt

Von Christoph Franken

Die engagierten Debatten in Ortsräten und Bürgervereinen zeigen, wie wichtig den Bürgern die Container für Grünabfälle in der Nähe ihrer Gärten sind. Dagegen stehen die berechtigten Bemühungen des Abfallwirtschaftsbetriebes, Plätze aufzugeben, um Kosten zu sparen.

Die Lösung liegt daher im Kompromiss: Der Abfallwirtschaftsbetrieb sollte sich bei der Bewachung auf die Plätze beschränken, die stark frequentiert werden oder sich als Problemfälle erwiesen haben.

Kosten könnten zudem gespart werden, wenn auf eine viel zu aufwendige Ausstattung der Plätze verzichtet wird. In Sutthausen ist beispielsweise eine " Luxus-Anlage" entstanden, die dem Steuerzahler die Tränen in die Augen treibt.

Auch die Aufstellung der leiterlosen Container ist nicht überall sinnvoll. Stattdessen böte sich ein eingezäunter Bereich an, von dem die Containerfahrzeuge den angelieferten Grünabfall mit ihren Greifern direkt aufladen.

Die Bürger unterbreiten hörenswerte konkrete Vor-
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fr


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