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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wer den Wandel will, muss ihn selbst erproben
Zwischenüberschrift:
Die FH Osnabrück und die Agenda 21
 
Start zum Wintersemester 2002 / 2003
Artikel:
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Originaltext:
Start zum Wintersemester 2002 / 2003

Wer den Wandel will, muss ihn selbst erproben

Die FH Osnabrück und die Agenda 21

Eine Hochschule, die sich in Forschung und Lehre mit dem technologischen Wandel beschäftigt, muss die damit verbundenen Entwicklungsschritte auch nach innen vollziehen: Der Gedanke der " Nachhaltigkeit" als verpflichtendes Prinzip allen Wirtschaften stand deshalb auch gestern im Mittelpunkt der Semestereröffnung an der Fachhochschule Osnabrück.

Etwa 1 300 Erstsemester haben gestern ihr Studium in einem der zwölf Fachbereiche an der FH Osnabrück aufgenommen. Damit ist die Zahl der Studierenden insgesamt auf mittlerweile über 6 800 an den Standorten Osnabrück und Lingen gestiegen; die Kombination aus hoher Qualität der Lehre und kurzen Studienzeiten bewies damit erneut ihre Attraktivität: Bei 7 500 Bewerbungen konnte nur jeder fünfte berücksichtigt werden. Aus den rund 2 000 ausländischen Bewerbungen wurden sogar nur 120 ausgewählt, so berichtete gestern die Vizepräsidentin Prof. Alrun Niehage.

Im Mittelpunkt der Semestereröffnungs- Veranstaltung in der Aula am Westerberg stand ein Vortrag der Professorin Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt. Sie stellte als Teil ihres Arbeitsgebiets Ökotrophologie die Konsequenzen dar, die aus dem Bemühen um Nachhaltigkeit für den Wissenschaftsbetrieb der FH folgen werden: Ein ökoaudit etwa, ein Leitfaden für die interne und externe Bewertung aller ökologischen Folgerungen aus allen ökonomischen Entscheidungen lasse sich letztlich sogar in Wettbewerbsvorteile ummünzen.

Praktisch demonstrierte diese These an seinem Infostand auch Prof. Klaus Kuhnke. Er bildet zusammen mit seinem Kollegen Prof. Rolf Wortmann und Frau Leicht-Eckardt das Team der Agenda-Beauftragten an der FH Osnabrück. Flachbildschirme, so erläuterte Kuhnke, seien zwar teurer, aber dafür dem herkömmlichen PC-Monitor unterm Strich eindeutig überlegen: Erstens verbrauchen sie weniger Strom, nur 20 statt 140 Watt. Zudem benötigen sie weniger Platz auf dem Schreibtisch, also in der Summe vieler Arbeitsplätze weniger Baukosten / Miete. Und weniger Stromverbrauch bedeutet auch weniger Wärme: " Für das neue Hörsaal- und Seminargebäude an der Caprivistraße haben wir darauf hingewiesen, dass damit Klimaanlagen nahezu überflüssig werden", sagte Kuhnke.

Für den Agendabeauftragten Kuhnke beginnt aber der Wechsel schon bei den kleinen Dingen: Beim Recyclingpapier für Umschläge und Kopierer oder bei der Entwicklung eines Verkehrskonzepts für den Hochschulstandort am Westerberg. " Da gibt es aber ganz harte Fronten", so hat Kuhnke mittlerweile ausgemacht, " aus unserer Sicht wäre eine Buslinie über die Albrechtstraße dringend erforderlich." Damit würde sich zwar die Verkehrsbelastung und auch das Parkplatz-Problem reduzieren. Aber manche Anwohner fürchten, mit dem Bus käme auch der Lastwagen-Verkehr. Auch der ökologische Fortschritt braucht viel Zeit. (fhv)

FLACHBILDSCHIRME SIND NICHT NUR LEICHT, sie sparen auch viel Strom: Prof. Klaus Kuhnke wirbt als Agendabeauftragter an der FH Osnabrück für Nachhaltigkeit. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
fhv


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