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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Am Bahnhof werden bald die Drahtesel eingefangen
Zwischenüberschrift:
Nach einer Info-Aktion wird die Stadt rigoros aufräumen
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Originaltext:
Am Bahnhof werden bald die Drahtesel eingefangen

Nach einer Info-Aktion wird die Stadt rigoros aufräumen

Fußgänger, Reisende mit Gepäck, Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen kommen nicht durch: Auf dem Bahnhofsvorplatz stapeln sich die Fahrräder. Jetzt greift, wie schon berichtet, die Stadt durch: Nach einer einwöchigen Informationskampagne wird ab Montag, 19. August, abgeschleppt - oder besser: weggetragen.

" Es ist nicht nur einen unschöner Anblick, wenn die Räder kreuz und quer abgestellt werden. Der Platz ist anscheinend auch zu einer " Schrottentsorgungsanlage" geworden", sagte Erster Stadtrat Karl-Josef Leyendecker gestern. Viele Räder, die wie Kraut und Rüben auf den Gehwegen stehen, an Bäumen und Laternenmasten, sind tatsächlich Schrott: Sie haben keine Reifen mehr, oder keine Lenker, sind völlig verrostet. " Wenn die weg sind, haben die ande-

Auslösung nur gegen eine Gebühr

ren Fahrradbesitzer mehr Platz, ihre Drahtesel an den dafür vorgesehenen Bügeln festzumachen", sagt Leyendecker und macht dann auch noch Werbung für die eigens eingerichtete Fahrradstation.

Norbert Obermeyer vom Ordnungsamt erläuterte, wie sein Amt zusammen mit den Politessen, der Bahnpolizei und der Arbeitsgruppe Fahrrad der Polizei vorgehen wird. Ab kommenden Montag informieren Handzettel und Schilder die Bahn-Pendler, die ihr Fahrrad vor dem Bahnhof abstellen, über die neue Regelung. Danach dürfen die Rader nur an bestimmten, ausgewiesenen Stellen stehen. " Gleichzeitig werden wir Bügel umsetzen, Bordsteine absenken und die Wege für Fußgänger noch deutlicher kennzeichnen."

Wer sein Rad dennoch wild parkt oder es länger als eine Woche am Bahnhof stehen lässt, darf erstmal zu Fuß gehen, denn der Drahtesel wird weggeschafft. " Die Räder werden dann einen Monat in der Fahrradstation neben dem Bahnhof aufbewahrt und können gegen eine Gebühr von 35 Cent pro Tag plus zehn Euro Verwaltungsgebühr, ausgelöst werden. Meldet sich der Besitzer nicht, kommen die Räder danach in die Fundsachenversteigerung oder wer-

Räder werden versteigert oder verschrottet

den verschrottet", erläutert Obermeyer.

Um festzustellen, welches Rad länger als eine Woche am Bahnhof gestanden hat, werden Papierbanderolen am Hinterrad angebracht. " Wenn jemand sein Rad benutzt, geht sie von selbst ab. Ist sie nach einer Woche noch dran, nehmen wir das Rad mit," sagt der Vertreter des Ordnungsamtes. Rechtsgrundlage ist nach Angaben des Ersten Stadtrates das Gefahrenabwehrgesetz. Den Bahnhofsvorplatz müssten sich alle teilen: Diejenigen, die mit dem Auto kurz halten, Taxifahrer, Radler - und eben auch Fußgänger, denen man nicht den Weg versperren könne. (d.)

SCHROTT sind viele Räder, die rings um den Bahnhof abgestellt wurden. Fotos: Michael Hehmann

MIT HANDZETTELN und Schildern wird die Stadt (auf dem Bild Norbert Obermeyer vom Ordnungsamt) die Radfahrer anhalten, ordentlich zu parken. Sonst werden die Räder am Bahnhof abgeschleppt.
Autor:
d.


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