User Online: 1 | Timeout: 00:49Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Flattermänner als Schreck in der Abendstunde
Zwischenüberschrift:
Kipp-Fenster ziehen Zwergfledermäuse magisch an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Als ich abends im Wohnzimmer telefonierte, flog da plötzlich was, ich dachte erst an einen Vogel, aber es war eine Fledermaus": Johanna Richter (83) trieb das possierliche Tierchen mit einem Handtuch aus dem Fenster. Als sie dann Licht anmachte, schwirrten plötzlich überall Fledermäuse in ihrer Wohnung im 1. Stock am Lieneschweg. Mit Hilfe des Fledermausbeauftragten Gerd Mäscher gelang es aber, die fast 90 Tiere wieder in die Freiheit zu entlassen.

Johanna Richter ist nicht; die einzige Bewohnerin im Bereich Lieneschweg, die seit kurzem Fledermäuse zu Besuch hat. " Die Tiere suchen Tagesquartiere und auf kipp stehende Fenster ziehen sie magisch an, weil nach oben geöffnete Spalten genau ihrem Suchschema entsprechen", berichtete gestern Gerd Mäscher. Der Rückweg ist den Fledermäusen dann aber versperrt, weil die nach innen gekippten Fenster dann wie eine Reuse wirken.

Gerd Mäscher kümmert sich mit drei anderen Fachleuten im Auftrag des Landesamtes für Ökologie ehrenamtlich um Fledermäuse im Osnabrücker Land. 90 Prozent der in der Stadt vorkommenden Tiere sind - wie auch bei Johanna Richter - Zwergfledermäuse. Insgesamt leben 15 Fledermausarten im Stadtgebiet.

Gerd Mäscher und der städtische Artenschutzbeauftragte Werner Kirchner kennen ihre Pappenheimer. " Die kommen schwerpunktmäßig im Bereich Lotter Straße / Bergstraße,

Im Herbst geht' s ins Winterquartier

Parkstraße / Jahnstraße / Martinistraße, am Lieneschweg und im Schinkel vor", so Kirchner. Mäscher kennt die Gründe: " Dort gibt es viele Hinterhöfe mit Unterschlupfmöglichkeiten, gleichzeitig finden Fledermäuse dort auch das viele Grün und naturbelassene Gärten attraktiv."

Johanna Richter war erst sehr skeptisch gegenüber ihren ungebetenen Besuchern. " Als ich aber gesehen habe, wie liebevoll der junge Mann die Tiere wachgestreichelt hat und sie dann vom Balkon aus abgeflogen sind, haben sie mich plötzlich interessiert", erzählte sie. Mäscher habe sogar versucht, ihr die Tiere näher zu bringen: " Schauen Sie sich mal die kleinen Ohren an, sind die nicht niedlich?", habe der Experte gefragt.

Trotzdem ist sie froh, die kleinen Flattermänner wieder los zu sein. Gern befolgt sie daher auch den Appell, mit Einbruch der Dunkelheit die Fenster zu schließen.

Der sommerliche Spuk ist ohnehin bald vorbei, denn spätestens Anfang November suchen Fledermäuse ihre angestammten Winterquartiere auf. " Deren Lage kann auch weit weg von den Stellen sein, wo sie im Sommer massenhaft auftreten", erklärte Kirchner. Und Mäscher hatte noch einen Tipp für Tierliebhaber parat. " Lassen Sie die Tiere ruhig in Spalten, Schuppen, Dachböden und unter Verschalungen überwintern. Die bauen weder Nester, noch machen sie etwas kaputt." (fr)

WINZIG und wie alle ihre Verwandten ausgesprochen nützlich sind Zwergfledermäuse. Diese Art kommt im Stadtgebiet von Osnabrück am Häufigsten vor. Der sommerliche Spuk ist aber bald vorbei, denn spätestens Anfang November suchen Fledermäuse ihre angestammten Winterquartiere auf. Foto: dpa
Autor:
fr


Anfang der Liste Ende der Liste