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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Eine weiße Tonne wirft überall viele Fragen auf
Zwischenüberschrift:
Kleidersammlung verärgert Bewohner
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Originaltext:
Eine weiße Tonne wirft überall viele Fragen auf

Kleidersammlung verärgert Bewohner

Stocksauer sind viele Anlieger des Stadtteils Dodesheide, weil ihnen kürzlich erneut große weiße Eimer für eine Altkleider- und Schuhsammlung in den Vorgarten gestellt worden sind. " Das ist eine Unverschämtheit und ich habe den Auslieferungsfahrern Klage angedroht, wenn sie es noch einmal tun", schimpfte etwa Peter Bessmann.

Andere Anwohner waren während der Auslieferung nicht zu Hause. " Da dekorieren wir unseren Vorgarten und den Hauseingang, um dann abends so eine hässliche Tonne vorzufinden", ärgerte sich auch Heinz Fricke-Bohl. Anderweitig könne man die Eimer auch nicht benutzen, weil eigens gebohrte große Löcher das verhindern.

Auslöser der Verstimmungen ist laut Aufkleber ein Verein namens " Die Hoffnung". Der Hinweis auf eine Gemeinnützigkeit des Vereins fehlt. Dafür deckt er nach eigenen Angaben ein ungewöhnliches großes Betätigungsfeld ab: Kinder in Not, Alten- und Jugendhilfe, Hunger in Afrika, Patenschaften für Waisen und Eindämmung von sexuellem Mißbrauch.

Unter einer angegebenen Servicenummer läuft das Band eines " Sammelbüros Völl", das aufgesprochene Nachrichten bis heute nicht beantwortet hat. Recherchen ergaben, dass es in Scharrel sitzt. Auch das Ordnungsamt des zuständigen Landkreises Cloppenburg ist auf die Aktivitäten aufmerksam geworden. " Das ist uns nicht gemeldet und kommt uns spanisch vor", so ein Sprecher. Völl besitzt zudem keinen Telefonbucheintrag. In Scharrel ist der Name so gut wie unbekannt. " Es gibt einen, der soll da am Sportplatz wohnen, aber wir haben ihn noch nie gesehen", so die Chefin des örtlichen Einkaufsladens.

Rein rechtlich ist der Sammlung schwer beizukommen, wie Herma Heyken von der Bezirksregierung Weser-Ems erklärte. " Es bedarf keiner Genehmigung, weil nicht von Angesicht zu Angesicht gehandelt wird. Im Prinzip kann jeder was in den Garten stellen." Das bestätigte gestern auch Stefan Butke von der Polizei Osnabrück. Das Vorgehen stelle keinen Hausfriedensbruch dar sondern sei zivilrechtlich als " unberechtigte Nutzung eines Grundstücksteils" einzustufen. Die könnten Anlieger den Tonnenaufstellern verbieten. " Ignorieren die das, dann bitte die Polizei anrufen", so Butke. (fr)

WOHIN mit der hässlichen Tonne? Das fragen sich die Eigentümer gepflegter Vorgärten regelmäßig. Foto: Christoph Franken
Autor:
fr


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