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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Schilderwald wird vorerst nicht durchforstet
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Stadt wird nur in Einzelfällen aktiv
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Der Schilderwald wird vorerst nicht durchforstet

Stadt wird nur in Einzelfällen aktiv

Kein Autofahrer wird auf der Johannisstraße die Fülle der Schilder mit einem Blick wahrnehmen können - es sei denn, er geht zu Fuß. 40 Verkehrszeichen stehen auf dem 500 Meter langen Teilstück zwischen Süsterstraße und Wall. Die meisten davon sollen das Parken regeln. Viele Osnabrücker und irritiert und verärgert.

Die Johannisstraße ist kein Einzelfall. Auch an anderen Stellen in der Innenstadt ist im laufe der Jahre ein Schilderwald gewachsen. Experten sind sich inzwischen einig, dass zu viele Zeichen eher verwirren, als dass sie Sicherheit bieten. Wer am Steuer sitzt und erst noch dreimal über den Sinn eines Halteverbotsschildes nachdenken muss, gefährdet schlimmstenfalls sich und andere Verkehrsteilnehmer.

Der Stadt ist das Problem bewusst. Aus dem Vorhaben, ein Verkehrszeichenkataster zu erstellen und anschließend die Anzahl der Schilder zu verringern, ist bisher allerdings nichts geworden. Im April 2000 hatte der Stadtentwicklungsausschuss die Verwaltung beauftragt, die Daten für eine solche Übersicht zusammenzutragen. Das Kataster und eine großangelegte Aktion nach dem Motto " Wir durchforsten den Schilderwald" werde es vorerst nicht geben, teilte gestern Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen auf Nachfrage mit.

Schon vor einem Jahr hatte die zuständige Behörde argumentiert, sie könne die Bestandsaufnahme mit dem vorhandenen Personal nicht erledigen. Daraufhin versuchte die Stadt, eine zusätzliche Kraft über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu bekommen. Dieses Ansinnen lehnte das Arbeitsamt jedoch ab - mit der Begründung, bei der Bestandsaufnahme handele es sich um eine permanente Verpflichtung. ABM-Stellen dagegen könnten nur für vorübergehende Projekte genehmigt werden.

Diese Devise machte sich die Verwaltung zu eigen. Die Durchforstung des Schilderwaldes sei neuerdings zu einer Daueraufgabe geworden, sagte der städtische Pressesprecher. Nach seinen Worten sollen die Behörden verstärkt auf Kritik aus der Bevölkerung reagieren und auch in Neubaugebieten nur sparsam Verkehrszeichen aufstellen. Insgesamt gelte das Motto: " So viel wie nötig, so wenig wie möglich." Niemand habe ein Interesse daran, viele Schilder aufzustellen. Anregungen nimmt zum Beispiel die Bürgerberatung an der Krahnstraße entgegen (Telefon 323-4390).

Sven Jürgensen räumte ein, dass nicht jedes Verkehrszeichen in Osnabrück berechtigt ist. Um möglicherweise doch noch ein Kataster zu bekommen, gebe es erste Kontakte zur Universität. Der Gedanke: Studierende fertigen in einem Seminar die Übersicht an und machen Vorschläge, wo die Stadt den Schilderwald lichten sollte. Nach den Worten des Pressesprechers gibt es bisher aber noch keine konkreten , Vereinbarungen für die Zusammenarbeit. Die Autofahrer auf der Johannisstraße werden daher vermutlich noch lange mit den 40 Verkehrszeichen leben müssen. (jan)

IRRITIEREND: Drei Mal nachdenken müssen viele Autofahrer auf der Koimmenderiestraße bevor sie den Sinn dieser Beschilderung verstanden haben. Absolutes Halteverbot gilt von 7 bis 9 und 17 bis 23 Uhr, kurz halten dürfen Fahrzeuge zu den übrigen Zeiten, Langzeitparken ist verboten.

" WO DARF ICH DENN NUN PARKEN?", werden sich die meisten Autofahrer auf der Jonannisstaße fragen. Im Abstand von wenigen Metern gelten verschiedene Regelungen. Nach den Buchstaben der Straßenverkehrsordnung ist jedes einzelne Schild korrekt aufgestellt. Fotos: Klaus Lindemann

Autor:
jan


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