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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Gut für den Arbeitsmarkt und das Klima
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Jüttner setzte größte Photovoltaikanlage der Stadt in Betrieb - Diskussion mit Experten
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Originaltext:
Gut für den Arbeitsmarkt und das Klima

Jüttner setzte größte Photovoltaikanlage der Stadt in Betrieb - Diskussion mit Experten

" Ich habe die derzeitigen Hochwässer nicht gebraucht, um klimapolitisch umzudenken", sagte der niedersächsische Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) während einer Diskussionsrunde in Osnabrück am Mittwochabend, " aber vielleicht mögen solche Anlässe anderen Menschen helfen."

Jüttner diskutierte auf Einladung von SPD-Bundestagskandidat Dr. Martin Schwanholz mit Politikern und Energieexperten über künftige Nutzung regenerativer Energiequellen. Derzeit nehme Deutschland bei der Nutzung von Sonne, Wind und Biomasse eine Spitzenstellung ein, dennoch laufe die Entwicklung noch nicht so, wie es müsste, erklärte Jüttner in der Handwerkskammer. Dabei sollten diese Energieträger nicht auf Dauer subventioniert, sondern lediglich markt-und wettbewerbsfähig gemacht werden. Zudem verwies Jüttner auf den beschäftigungspolitischen Aspekt des aufstrebenden Wirtschaftszweiges: " Die Windenergie ist die wichtigste Zielgruppe der Stahlindustrie."

" Wir stehen für die Energiewende hin zur solaren Gesellschaft", erklärte der Regionalverbandssprecher des Bundesverbandes Windenergie Jürgen Ebert. Angestrebtes Ziel sei es, bis zum Jahr 2070 nicht nur die Stromversorgung, sondern die gesamte Energieversorgung durch Energie aus Sonne, Wind und Biomasse zu beziehen. Sicherlich gebe es für die Klimaveränderungen auch natürliche Ursachen, der Mensch habe seinen Beitrag für die nächsten 30 Jahre allerdings schon erledigt, so Ebert. " In den vergangenen zehn Jahren hatten wir gleich zwei Jahrhunderthochwasser pro Jahr", rechnete der Experte, der daher einen " Energiemix aus regenerativen Energien" forderte.

Professor Klaus Kuhnke, Vorsitzender des Solar-Energie-Vereins Osnabrück, hob besonders den Friedensaspekt der erneuerbaren Energien hervor. " Der Krieg um das Öl hat schon begonnen", so Kuhnke. Sowohl der Golfkrieg als auch der Krieg in Tschetschenien seien aus energiepolitischen Gründen geführt worden. " Wer über genug regenerative Energien verfügt, muss um Öl und Gas keinen Krieg führen", stellte Kuhnke klar und bat den Umweltminister, dies in seiner Partei klar zum Ausdruck zu bringen.

Vor der Diskussion hatte der Umweltminister eine neue Solaranlage des Photovoltaikvereins Osnabrück (PVO) und der Stadtwerke auf dem Dach des Betriebsgebäudes der NordWestBahn (NWB) an der Rheinstraße in Betrieb genommen. Die Anlage ist die größte der derzeit rund 110 Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet.

(NO)

DIE BISLANG GROSSTE PHOTOVOLTAIKANLAGE im Stadtgebiet (linkes Bild) wurde am Mittwoch vom niedersächsischen Umweltminister Wolfgang Jüttner (Mitte) im Beisein von (von links) Michael Hagedorn, Bundestagskandidat der Grünen, SPD-Ratsfrau Alice Graschtat, SPD-Bundestagskandidat Dr. Martin Schwarzholz, SPD-Landtagsabgeordnete Ulla Groskurt, Stadtwerkevorstand Dr. Stephan Rolfes und Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip auf dem Gelände der NordWestBahn in Betrieb genommen. Foto: Gert Westdörp
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