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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Voxtruper eindeutig gegen Gewebegebiet an der A 30
Zwischenüberschrift:
Bürger quittieren Ortsratbeschluss mit großem Applaus
Artikel:
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Originaltext:
Voxtruper eindeutig gegen Gewerbegebiet an der A 30

Bürger quittierten Ortsratsbeschluss mit großem Applaus

Von Dirk Meyer

Der Beschluss des Voxtruper Ortsrates war einstimmig: " Das Planungsverfahren für ein Gewerbegebiet zwischen der Meller Landstraße und der Autobahn A 30 soll nicht weitergeführt werden". Bürgerinnen und Bürger, die sich diesen wichtigen Tagesordnungspunkt der Ortsratssitzung nicht entgehen lassen wollten, quittierten die Entscheidung mit Applaus.

Erwartungsgemäß waren zur Abstimmung über die Änderung des Flächennutzungsplanes etliche Zuhörer in die Gaststätte Wente gekommen. Da die sonst übliche Bürgeranhörung vor der Ortsratssitzung an diesem Abend nicht auf dem Programm stand, forderten die Voxtruper mit Zwischenrufen von ihrem Ortsrat ein eindeutiges Votum gegen ein von der Stadtratsmehrheit angeregtes Gewerbegebiet im Wasserschutzgebiet hinter dem Gasthaus Rahenkamp.

Stadtplaner Siegfried Kämmerer und Bernd Früchel von der Unteren Wasserbehörde sowie Vertreter der Stadtwerke Osnabrück waren als Fachleute eingeladen, um Stellungnahmen abzugeben. Joachim Nolte, bei den Stadtwerken verantwortlich für den Bereich Wasserversorgung, machte seinen Standpunkt deutlich: " Eine Bebauung in der Schutzzone 3 ist zwar grundsätzlich möglich, aber an dieser Stelle mit kaum kalkulierbaren Risiken verbunden." Eine Bebauung würde nach seiner Ansicht zur Minderung der Grundwasser-Neubildung und zu einem Qualitätsverlust führen. Das seien auch Aussagen älterer Gutachten, an der Situation

" Wir reden nicht mit zwei Zungen'

habe sich nichts geändert. " Wir brauchen dazu kein neues Gutachten", verdeutlichte Nolte. Bernd Früchel teilte Noltes Auffassung. Ein weiteres Gutachten sei erst dann erforderlich, wenn eine definitive Entscheidung zur Bebauung gefallen ist: " Das Gebiet ist wichtig für die Grundwasserversorgung der Stadt, und es ist nicht wünschenswert, dass dort gebaut wird."

Als Kämmerer deutlich machte, dass der Ortsrat mit einem Beschluss den Planungsfortgang des Flächennutzungsplanes in Bezug auf das Gewerbegebiet stoppen könnte, bat CDU-Fraktionsvorsitzende Angelika Kroos-Kuhlenbeck um eine Sitzungsunterbrechung. " Uns war das bisher nicht so klar gewesen", erklärte Achim Lahrmann im Anschluss an die Beratungspause.

In der Vorlage der Verwaltung sei es immer nur um den Fortgang der Bürgerbeteiligung gegangen. " Aber wenn wir jetzt für dieses demokratische Instrument stimmen, geben wir ja auch ein Signal, das als ein Einstieg in das weitere Planungsverfahren gehalten werden könnte." Gemeinsam mit der SPD wurde ein neuer Beschlussvorschlag erarbeitet. Der Ortsrat hat sich damit jetzt eindeutig und einstimmig gegen ein Gewerbegebiet an der A 30 ausgesprochen.

Zwar begrüßten die Zuhörer diesen Beschluss mit Applaus, dennoch gab es noch eine skeptische Frage an die im Stadtrat vertretenen Ortsratsmitglieder: " Werden Sie dann im Stadtrat auch gegen das Gewerbegebiet stimmen?" Die Angesprochenen, Franz Josef Schwack und Ortsbürgermeisterin Hedwig Hehemann (beide CDU), zeigten sich wenig erfreut über das Misstrauen. Hehemann gab deshalb eine deutliche Antwort: " Wir reden nicht mit zwei Zungen."
Autor:
Dirk Meyer


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