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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wo die Natur ihr Recht bekommt
Zwischenüberschrift:
Ausstellung im Stadthaus über Bauleitplanung und Ausgleichsflächen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wo die Natur ihr Recht bekommt

Ausstellung im Stadthaus über Bauleitplanung und Ausgleichsflächen

" Die Bürger bekommen häufig nicht mit, was außerhalb der Stadt getan wird, um bauliche Eingriffe in die Umwelt auszugleichen", bedauert Werner Veltrup, Fachdienstleiter Konzeptioneller Umweltschutz.

Er hofft, mit der Ausstellung " Eingriffsregelung in der Bauleitplanung" im Stadthaus I über die tatsächliche Arbeit der Stadt aufklären zu können. Mit vielen Fotos und graphischen Darstellungen soll das Thema allen Interessierten leicht zugänglich gemacht werden. Für bauliche Maßnahmen, die in die Natur eingreifen, muss ein Ausgleich geschaffen werden. Eigentlich sei es ganz einfach, betont Thomas Krobok vom Fachbereich Grün und Umwelt: " Am Ende muss die Bilanz für die Natur stimmen." " Und wir wollen möglichst viel Natur behalten", fügt Veltrup hinzu. Dennoch werde durch bauliche Maßnahmen häufig in die Natur eingegriffen. Er verweist auf das Schwimmbad Wellmannsbrücke, das vor einigen Jahren dem Unternehmen Egerland habe weichen müssen.

Umweltdezernent Dieter Zimmermann erklärt das Verfahren. Immer sei im Vorfeld zu prüfen, ob eine Maßnahme oder ein Projekt überhaupt " ausgleichsfähig" ist, Ersatz- und Ausgleichsflächen in ausreichender Größe und Qualität zur Verfügung stehen oder ob auf die Verwirklichung besser verzichtet werden sollte. So sei im Fall Wellmannsbrücke zum Beispiel in der Nähe ein Feuchtbiotop entstanden.

Entscheidend beim Ausgleich sei ein konzeptioneller Zusammenhang. So könne man eine zerstörte Feuchtwiese nicht durch einen Trockenrasen ersetzen, erklärt Veltrup. Als beruhigend empfinde er, wie schnell die Natur in den entsiegelten Flächen explodiere. Auch eroberten Tiere die ökologischen Nischen im städtischen Bereich schnell zurück.

Dass Osnabrück ökologisch nichts Schlimmes zu befürchten habe, liege auch an den sieben grünen Fingern, die die Stadt aus allen Himmelsrichtungen umschließen. Diese Flächen, wie zum Beispiel die Gegend am Rubbenbruchsee, seien " Schwerpunkträume der Kompensation", anders gesagt: Hier werden besonders viele Ausgleichsflächen ausgewiesen. (krk)

SO GLEICHT OSNABRÜCK die Eingriffe in die Natur aus: Dieter Zimmermann und Werner Veltrup (von links) haben eine Ausstellung konzipiert. Sie ist im Stadthaus l zu sehen.Foto: Hermann Pentermann
Autor:
krk


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