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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Slalomweg zwischen Autos und Fahrrädern
Zwischenüberschrift:
Parken im Halteverbot und viele Drahtesel: Am Bahnhof haben es nicht nur Rollstuhlfahrer schwer
Artikel:
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Originaltext:
Slalomweg zwischen Autos und Fahrrädern

Parken im Halteverbot und viele Drahtesel: Am Bahnhof haben es nicht nur Rollstuhlfahrer schwer

Der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz bleibt - zusätzlich zur ästhetischen Debatte - in der Diskussion. Während die einen über " fehlende Parkplätze" schimpfen, beklagen Rollstuhlfahrer das " wilde" Abstellen von Autos und Fahrrädern, die ihnen die Wege verstellen.

Die Stadt betonte auf Anfrage, sie werde weitere Behindertenstellplätze einrichten und gegen die Fahrradflut vorgehen.

Absolutes beziehungsweise eingeschränktes Halteverbot gilt auf dem Bahnhofsvorplatz. " Wer sein Auto verlässt oder länger als drei Minuten im eingeschränkten Halteverbot steht, der parkt. Und das ist nicht erlaubt", sagt Norbert Obermeyer vom Ordnungsamt. Doch die Politessen werden der Flut von Parkverboten kaum Herr. Allenfalls " stop and kiss" ist für Autofahrer erlaubt, sprich: anhalten, der Freundin einen Kuss geben, ihr den Koffer aus dem Auto holen und sofort wieder wegfahren. " Parken" und die Freundin zum Zug begleiten kann nur, wer seinen Wagen ins Parkhaus bringt.

Doch Geld für das Parkhaus wollen viele nicht löhnen. Und denken sich auch nichts dabei, " mal eben" in die Post zu huschen, um das Postfach zu leeren und währenddessen vor dem Gebäude im eingeschränkten Halteverbot zu parken. Damit machen sie Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den Weg zum Bahnhof und zur Post fast unmöglich, wie ein 80-jähriger Rollstuhlfahrer berichtet. Zwei Mal in der Woche fährt er zur Hauptpost und steht vor großen Problemen.

Vor dem Taxistand sind drei Behindertenparkplätze ausgewiesen - und nur wenn der 80-jährige Glück hat, sind sie frei. Den Rollstuhl aus dem Wagen geholt, und los geht' s Richtung Postgebäude - theoretisch. Denn der Weg ist versperrt mit Autos, die im Halteverbot parken und auch dort stehen, wo die Bürgersteige abgesenkt sind. Dann kommt der Fahrradparkplatz als unüberwindliches Hindernis: Egal ob Rollstuhlfahrer, Reisender mit Koffer oder Mutter mit Kinderwagen: Überall versperren die Drahtesel den Weg.

Eigentlich sind Autofahrer mit Behindertenausweis gar nicht auf die drei Behindertenparkplätze angewiesen. " Wer den entsprechenden Ausweis hat, darf im eingeschränkten Halteverbot stehen, auch über die eigentlich erlaubten drei Minuten hinaus", sagt Norbert Obermeyer vom Ordnungsamt. Doch nicht einmal in dieser Zone ist ein freier Platz zu finden. Und direkt vor dem Postgebäude behindert eine Mauer die Behinderten: Schön anzuschauen ist sie, lässt aber keinen Platz, die Beifahrertür zu öffnen und in den " Rolli" umzusteigen.

In der Bruchstraße gegenüber der Bahnhofsgarage darf zurzeit noch mit Parkscheibe geparkt werden. In der ersten Augusthälfte wird die Stadt dort jedoch eine dringend benötigte Ladezone ausweisen. " Außerdem ein bis zwei weitere Behindertenparkplätze", sagt Obermeyer.

Der Weg zwischen Bahnhof und Post soll auch wieder begehbar werden: Ab Mitte August will die Stadt dem unkontrollierten Abstellen der Fahrräder ein Ende bereiten.

Die Bahnhofsgarage wird; nach Angaben von OPG-Geschäftsführer Dr. Siegfried Hoffmann immer besser angenommen. Doch zur Verwunderung aller hauptsächlich in den Abendstunden von Disko- und Kinogängern und weniger von solchen Autofahrern, die jemanden zur Bahn bringen oder abholen wollen. Und kaum von Pkw-Fahrern, die bei der Post etwas zu erledigen haben " Dabei kostet die erste Stunde nur 50 Cent", sagt Hoffmann. Für regelmäßige Falschparker auf dem Bahnhofsvorplatz auf Dauer sicher billiger als ein Knöllchen. (d.)

KEIN DURCHKOMMEN für Reisende oder Rollstuhlfahrer: Gegen die Fahrradflut im Bereich des Hauptbahnhofs will die Stadt im August mit Abschleppaktionen vorgehen.Fotos: Elvira Parton

HINDERNIS nicht nur für Rollstuhlfahrer: Das. Mäuerchen vor dem Postgebäude.

NOCH IST DAS PARKEN in der Bruchstraße für eine Stunde mit Parkscheibe erlaubt. Doch die Stadt wird dort bald zwei weitere Behindertenparkplätze und eine Ladezone einrichten.
Autor:
d.


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