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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Burenkamp: Fahrer mähen Sperrpfosten einfach um
Zwischenüberschrift:
Stadtverwaltung: So etwas haben wir noch nicht erlebt
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Burenkamp: Fahrer mähen Sperrpfosten einfach um

Stadtverwaltung: So etwas haben wir noch nicht erlebt

Erst seit kurzem stehen die Poller, mit denen die Straße Burenkamp im Bereich des Kalkhügels verkehrsberuhigt worden ist. Bis gestern mussten sie schon drei Mal erneuert werden, weil Autofahrer die Leichtmetall Pfosten mit ihren Wagen umgedrückt haben. " Vorsätzlich", wie Kurt Santjer von der städtischen Straßenbauabteilung betonte.

" So etwas haben wir bisher in Osnabrück nicht erlebt", sagte Santjer kopfschüttelnd. Ganz offensichtlich würden Autofahrer " ganz brutal" gegen die Pfosten fahren, die daraufhin sofort abbrechen oder aus der Verankerung gerissen werden. Jedes Mal entstehe so ein Sachschaden von rund 200 Euro. Inzwischen sei ein Fahrzeuglenker bei seinem verbotenen Tun von Anliegern beobachtet und angezeigt worden. " Wir ermitteln in diesem Fall", bestätigte ein Polizeisprecher.

Santjer erklärte, bisher seien die üblichen ganz normalen Absperrpfosten am Burenkamp verwendet worden. Die seien zudem relativ locker im Asphalt befestigt worden, damit sie bei unbeabsichtigten Remplern keine zu großen Schaden verursachen. Angesichts der Dreistigkeit mancher Autofahrer habe die Stadt aber bereits eine stabilere Ausführung bestellt. " Und die werden zusätzlich einbetoniert." Wenn auch auch dann die Pfosten vorsätzlich beschädigt würden, bleibe der Verwaltung nichts anderes übrig, als ganz massive Betonsperren aufzustellen. " Die sind dann fast panzersperrenähnlich, was bei uns natürlich niemand will, zumal die Sperren von berechtigten Anliegern nach wie vor mit Schlüsseln geöffnet werden sollen", erklärte Santjer. Eine vernünftige Zwischengröße gebe es leider nicht auf dem Markt. Die Alternative sind nach seinen Worten Schrankensysteme, aber: " Die sind extrem teuer". Seit Jahren hatten Anwohner, Eltern und Lehrer der Schule am Kalkhügel und der

" Schrankensysteme sind extrem teuer"

Kleingartenverein " Deutsche Scholle" unter Vorsitz von Erwin Kamenz die Verkehrsberuhigung gefordert. Der Burenkamp hatte sich nämlich als Schleichweg von Sutthausen in die Innenstadt entwickelt. Nur leider schlichen die Autofahrer nicht, sondern rasten auf der schmalen Straße mit unbefestigtem Rand.

Nach langen Überlegungen und Diskussionen auch mit den wenigen Anliegern, die sich gegen eine Sperrung ausgesprochen hatten, waren kürzlich die Poller errichtet worden. Als Kompromiss erhielten die Beschwerdeführer einen Schlüssel.

Einer von ihnen, Heinrich Grothaus, ist zwar noch immer nicht ganz zufrieden, weil die Bedienung der Sperren per Schlüssel umständlich sei. Er fahre daher lieber den Umweg, um in das angestammte Gebiet am Kalkhügel zu gelangen. Den Schlüssel vewende er nur für seine großen landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Aber er räumt ein: Es ist ruhiger geworden.

Kleingärtner-Chef Erwin Kamenz, einer der Initiatoren der Pfosten, ist stocksauer auf die Autofahrer. " Die ignorieren nicht nur die Schilder, sondern fahren die Sperren ganz gezielt über den Haufen, um weiterhin freie Fahrt zu haben."

Nach dem langen Kampf um die Sperrung wollen er und seine Mitstreiter in den angrenzenden Kleingärten jetzt aber nicht vor simpler Gewaltanwendung kapitulieren. " Wir beobachten das Geschehen ganz gezielt und erstatten sofort Anzeige", kündigte Kamenz an. (fr)

EINDEUTIG sind die Beschilderungen vor den Sperren. Aber selbst die werden einfach umgefahren, wie Erwin Kamenz wütend feststellen musste. Fotos: Klaus Lindemann
Autor:
fr


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