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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der erste Lkw wurde noch mit Beeren bezahlt
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Baumschule tretmann feiert heute 100. Geburtstag
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Der erste Lkw wurde noch mit Beeren bezahlt

Baumschule Trentmann feiert heute 100. Geburtstag

Vom Stachelbeeranbau zur modernen Baumschule: In seiner Geschichte hat das Unternehmen Trentmann einige Veränderungen durchgemacht. Heute feiert der Betrieb, der seit drei Generationen im Familienbesitz und mittlerweile einzige Baumschule in Osnabrück ist, sein 100-jähriges Bestehen.

Gegründet wurde das Unternehmen von Fritz Trentmann. Seinerzeit noch mit Sitz am Kollegienwall, residiert die Firma nach dem zwischenzeitlichen Umzug auf das OKD-Gelände (heute Kabelmetal) seit 1928 an der Bramscher Straße. 1947 übernahm Ferdinand Erpenbeck die Geschäfte, dessen Sohn Peter ist seit 1989 Inhaber.

Auf 12 000 Quadratmetern Schau- und Verkaufsgelände sind mehr als 50 Sorten Obstgehölze, 100 Sorten Rosen und über 300 Sorten Stauden im Angebot. 2001 wurde ein neues Verkaufsgelände errichtet. Neben dem Verkauf von Pflanzen ist die Planung und Ausführung von Gartenanlagen sowie die Bepflanzung von öffentlichen Grünflächen das Betätigungsfeld. Als wichtigstes Prinzip gilt die Beratung von Kunden, wie Peter Erpenbeck betont. Dies schließt auch die ausführliche Beratung vor Ort ein. Dabei muss es sich nicht nur um aufwendige Gärten handeln. Ebenso ist der Betrieb mit Informationen zur Hand, wenn es etwa um umweltfreundliche Insektenbekämpfung geht.

Ihre Spuren hat die Firma in Osnabrück deutlich hinterlassen. Sei es der Bischofsbaum vor dem Seelsorgeamt, der Bischofsgarten, die Bepflanzung an der Krahnstraße oder die Platanen an der Dielingerstraße. Zurzeit gestaltet Trentmann den Therapiegarten im Franziskuszentrum und bepflanzt zwölf Kilometer an der A 1 zwischen Holdorf und Neuenkirchen-Vörden.

Besonderheiten gibt es auf dem Firmengelände zu sehen, etwa einen einhundert Jahre alten Mammutbaum. Noch seltener ist einer der ältesten Urweltmammutbäume in Europa. Anfang der dreißiger Jahre war diese Baumart in China wiederentdeckt worden, wie Erpenbeck berichtet. Sein Großvater bekam von dem Entdecker einen Ableger geschenkt, den er hier 1938 einpflanzte. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen neun Mitarbeiter, alles Fachkräfte, wie der Inhaber unterstreicht. Er selbst ist Diplom-Ingenieur für Gartenbau, neben sechs Gärtnern sind noch zwei Gärtnermeister und ein Gartenbautechniker angestellt. Mehr als 106 Auszubildende haben im Laufe der Jahre hier ihr Handwerk gelernt. Bis vor dem Krieg konzentrierte sich die Firma besonders auf den Anbau von Stachelbeeren. Der erste Lkw wurde ausschließlich mit diesen Früchten bezahlt. Nach dem Krieg folgte nach und nach der Umbau zum reinen Gartenservice. Mit dem gewachsenen Fuhrpark - nunmehr in harter Währung bezahlt - lassen sich auch Großbaumverpflanzungen durchführen.

Heute wird mit einem Empfang das 100-jährige Firmenjubiläum begangen. Neben Vertretern der Berufsverbände haben sich viele alte Mitarbeiter und Auszubildende angesagt. Dazu stellt der Künstler F. O. Becker seine Werke aus. Geplant ist zudem für Ende Juni ein Jubiläumsverkauf. Bei einem Tag der offenen ' Für werden auch 50 verschiedene englische Rosensorten ausgestellt und verkauft. (hmd)

AUS DEM FIRMENARCHIV: Die Aufnahme aus dem Jahr 1928 zeigt Fritz Trentmann (links) und sei nen Bruder August.
Autor:
hmd


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