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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erholungsgebiet "im Abseits"
Zwischenüberschrift:
FH-Projekt für das Hörner Bruch
Artikel:
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Originaltext:
Erholungsgebiet " im Abseits"

FH-Projekt für das Hörner Bruch

Gleich nebenan dröhnt die Autobahn, aber rechts und links davon gibt es noch " Natur pur": Studentinnen aus der Fachhochschule in Haste haben zusammen mit ihrer Professorin Verone Stillger das Hörner Bruch unter die Lupe genommen und ein Naturschutz- und Erholungskonzept für dieses Gebiet " im Abseits" zwischen Sutthausen und Hellern entwickelt.

Zwei Semester lang haben die 13 Studentinnen - allesamt auf dem Weg zum Diplom-lngenieur für Landschaftsarchitektur - das Hörner Bruch analysiert. " Als Feuchtgebiet ein wertvolles Rückzugsareal für Tiere und Pflanzen", berichtet Christin Schmidt, " zugleich aber eine Kulturlandschaft mit Landwirtschaft, Autobahn und Eisenbahntrasse." Da gelte es bei möglichen Nutzungskonflikten und im Hinblick auf die Erholungsfunktion dieser " grünen Lunge" am Stadtrand besonders gut abzuwägen.

Gut die Hälfte des 350 Hektar großen Untersuchungsgebietes der Arbeitsgruppe ist Wald. Die übrige Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Außerdem gibt es einige kulturhistorische Elemente wie die Landwehr, alte Gehöfte und alte Hecken. Und: Bei der Bestandsaufnahme hat die Arbeitsgruppe zwei Feuchtwiesen vorgefunden, die als schützenswerte Biotope nach Paragraf 28b des Naturschutzgesetzes eingestuft werden können: Einen " Flutrasen", auf dem die Weiserpflanzen Knickfuchsschwanz, Sumpfvergissmeinnicht und Quellsternmiere oder der " flutende Schwaden" wachsen, andererseits eine " seggen- und binsenreiche Nasswiese" mit Kammgras, schwarzer Segge und Sumpfbinsen, so berichtete gestern Susen Blanke stellvertretend für die ganze Arbeitsgruppe.

Ktwa 300 Seiten Text und 60 Karten und Abbildungen umfasst die Dokumentation Hörner Bruch mittlerweile. Detailliert werden darin auch Vorschläge für die künftige Behandlung des Gebietes ausgebreitet: " Der Verlauf der alten Landwehr mit ihren Wällen und Gräben sollte nicht mehr betreten werden, um Erosionsschäden zu vermeiden", heisst es da. Deshalb gehört auch eine Wegeplanung und ein Naturlehrpfad zu dem Konzept: " Mit der Öffentlichkeitsarbeit soll das Verständnis der Besucher geweckt werden", sagte Christin Schmidt. Und an anderer Stelle wird auf die schützenswerten Feuchtgebiete hingewiesen, die möglichst nur noch extensiv - ohne Dünger und Chemie - genutzt werden sollten.

Manche Idylle im Hörner Bruch ist aber auch konkret bedroht: Hinter den Kulissen, so hat die Arbeitsgruppe erfahren, werde auch über ein weiteres Baugebiet verhandelt. Am 2. Juli um 10 Uhr stellt die Arbeitsgruppe der Fachhochschule ihr Konzept für das Hörner Bruch im Stadthaus am Natruper-Tor-Wall der Fachöffentlichkeit vor. (fhv)

HAINBUCHEN, EICHEN UND BUCHEN überwachsen die Landwehr im Hörner Bruch: Wertvolle Biotope haben hier Insa Teubner, Christin Schmidt und Susen Blanke (von links) ausgewiesen. Foto: Michael Hehmann
Autor:
fhv


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