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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Echterhoff-Vorstoß für Tunnelprojekt
 
Nicht aussitzen
Zwischenüberschrift:
Befall bei CDU-Ortsverbänden
 
Diskussionen über Tunnelprojekt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Vorschlag, die seit langem diskutierte Westumgehung mit einem Tunnel zu verwirklichen, zieht Kreise. Einen Tag nach dem Bürgerverein Nord-West beschäftigten sich am Mittwoch die CDU-Ortsverbände Westerberg-Weststadt und Eversburg mit dem Vorschlag.

Dabei erfuhr der Osnabrücker Bauunternehmer Helmut Echterhoff, der den Tunnelplan entworfen hatte, einmütige Unterstützung. Keiner der rund 60 stellte das Projekt in Frage. Im Gegenteil: In der Mehrzahl drängten sie vielmehr auf eine rasche Realisierung, und zwar möglichst in der Verbindung von der Rheiner Landstraße nicht nur bis zur Sedanstraße, sondern bis an die Natruper Straße heran. Und sie stellten zudem Überlegungen an, ob sich die Westerberg-Bewohner nicht sogar an einer Finanzierung des Projekts beteiligen sollten und könnten; schließlich hätten sie einen deutlichen Gewinn an Wohn- und damit Lebensqualität und eine Steigerung der Grundstückswerte, wenn der Autoverkehr durch Mozart- und Händelstraße, Gluckstraße und Lieneschweg stark reduziert würde.

Die Entlastungsfunktion eines Tunnels hatte Echterhoff anhand einiger Zahlen deutlich gemacht, die ihm der Vorsitzende des Bürgervereins Nord-West, Thomas Haarmann, zugänglich, gemacht hatte. Demnach würde sich für die genannten Straßen eine Entlastung um rund drei Viertel ergeben. Auch Caprivi- und Albrechtstraße, die ebenfalls starken Durchgangsverkehr verzeichnen, würden spürbar entlastet. Ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen wäre hingegen für die Rheiner Landstraße bis zum Lotter Kirchweg bzw. Trotzenburg zu erwarten.

Angesichts des positiven Echos will Echterhoff seine Pläne jetzt direkt Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip vortragen mit dem Ziel, das Verfahren offiziell in Gang zubringen. Die Stadt müsse Farbe bekennen, ob sie die Westumgehung wolle oder nicht. Sollte sie sich für das Tunnelprojekt entscheiden, könnte dies bis zum Jahr 2006 verwirklicht werden. (hs)

Nicht aussitzen

Von Heiko Schlottke

Greifen die Westerberg-Bewohner tief in die eigene Tasche, um die Finanzierung und damit eine rasche Verwirklichung der Westumgehung sicherzustellen? Man sollte die Willensbekundungen, die beim Infoabend der CDU von Diskussionsteilnehmern abgegeben wurden, nicht überbewerten. Aber wie die konstruktiven Diskussionen beim Bürgerverein Nord-West über das Tunnelprojekt zeigen sie deutlich, dass ein Problem, das über Jahre eher emotional behandelt wurde, endlich sachlich angegangen wird. Den Anstoß dafür hat der Bauunternehmer Echterhoff geliefert. Dass er dabei auch eigene Interessen im Auge hat, entwertet seine Initiative nicht. Er hat es geschafft, das Thema Westumgehung so aufs Tapet zu bringen, dass es zumindest mit vordergründigen Argumenten nicht mehr beiseite geschoben werden kann. Zwar gibt es viel zu tun: künftige Verkehrsströme berechnen, Umweltaspekte prüfen, die Finanzierung checken. Mit seinen Berechnungen hat Echterhoff immerhin eine konkrete Gesprächsgrundlage geschaffen. Die Verantwortlichen der Stadt werden sich damit beschäftigen und Farbe bekennen müssen, ob die Umgehung noch kommen soll oder endgültig für erledigt erklärt wird. Eins geht jedenfalls nicht: die Frage wieder mal unter verletzenden Kontroversen aussitzen.
Autor:
hs


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