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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bühnenturm wieder im Jugendstil?
Zwischenüberschrift:
AIV startet zum Jubiläum Initiative, um geld für einen Umbau aufzutreiben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bühnenturm wieder im Jugendstil?

AIV startet zum Jubiläum Initiative, um Geld für einen Umbau aufzutreiben

Der monumentale Bühnenturm des Theaters soll wieder seinen ursprünglichen Jugendstilcharakter bekommen. Das hat sich eine Initiative zum Ziel gesetzt, die sich zum 50-jährigen Jubiläum des Architekten- und Ingenieurvereins Osnabrück (AIV) formiert hat. Nach den Sommerferien soll ein Förderverein gegründet werden.

Im Krieg war der Bühnenturm zwar beschädigt, aber nicht völlig zerstört worden. Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen wurde der noch erhaltene Jugendstilgiebel 1948 abgetragen und durch einen schlichten Neubau ersetzt. Vielleicht, weil der Jugendstil damals noch als nichts galt. Aus diesem Grund wurde beim Anbau des Foyers 1971 sogar die Schokoladenseite des Theaters regelrecht verhunzt. Später, in den 80er Jahren, versuchte man zu retten, was noch zu retten war. Aus Respekt vor dem ausgewogenen Ganzen soll nun als zweiter Schritt der Bühnenturm folgen. Spätestens im September 2009 will die Initiative mit ihrer Arbeit fertig sein. Dann wird das Stadttheater am Domhof 100 Jahre alt.

Die Idee stammt vom AIV-Vorsitzenden Dietmar Neumann, der als Hochbauamtsleiter der Stadt eine besondere Beziehung zu dem Jugendstilgebäude hat. Nach einer groben Kostenermittlung veranschlagt er 340 000 Euro für den Umbau des Bühnenturms. Eine Spielpause in den Sommerferien biete genug Zeit, die Arbeiten auszuführen, sagt Neumann. Das Geld für die Rekonstruktion des Jugendstilgiebels soll ein gemeinnütziger Förderverein auttreiben, der im Gegenzug vom Finanzamt anerkannte Spendenquittungen herausgibt.

Im Februar hat sich auf Neumanns Initiative ein Colloquium von Architekten und Bausachverständigen mit dem Vorschlag befasst. Das Fazit lautet, die beiden hohen Schaugiebel im Jugendstil seien bedeutsam für das Stadtbild und die Platzrandgestaltung des Domhofes. Ein Wiederaufbau im Jugendstil sei aus architektonischen und städtebaulichen Gründen zu befürworten. Kontakt: Dietmar Neumann, Telefon 681538. (rll)

DAS STADTTHEATER gilt als schönster Jugendstilbau Osnabrücks. Aber der Juqendstil beschränkt sich auf den nördlichen Schaugiebel. Jetzt will eine Initiative den monumentalen Bühnenturm in seiner Ursprünglichkeit wiederherstellen. Foto: Foto: Michael Hehmann

KONSEQUENT: Vor dem Krieg überragte der Bühnenturm das Theater noch in seinen ursprünglichen Jugendstilformen. Hier eine Postkarte von 1940.
Autor:
rll


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