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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Aus Osnabrück ein Signal gegen die Wüstenbildung
Zwischenüberschrift:
Stellvertretender UN-Generalsekretär Diallo eröffnete weltweiten Aktionstag am Schölerberg
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Originaltext:
Aus Osnabrück ein Signal gegen die Wüstenbildung

Stellvertretender UN-Generalsekretär Diallo eröffnete weltweiten Aktionstag am Schölerberg

" Die Wüste lebt." Dieser legendäre Filmtitel von Walt Disney bekam gestern am " Internationalen Tag zur Bekämpfung der Wüstenbildung" einen ganz anderen Beiklang, als der stellvertretende UN-Generalsekretär Hama Arba Diallo im Museum am Schölerberg eine Sonderausstellung zum Thema eröffnete.

Diallo verwies darauf, dass jedes Jahr sechs Millionen Hektar Land durch Wüstenbildung vernichtet werden. Diese erschreckende Entwicklung mit tiefgreifenden Folgen für die betroffene Bevölkerung und das weltweite Klima sei dabei nicht nur auf Afrika oder Asien beschränkt.

" Osnabrück ist schon fast meine zweite Heimat geworden", meinte ein sichtlich gut gelaunter Diallo mit Blick auf die zahlreichen Aktivitäten in der Stadt rund um den Bodenschutz. So ist in Osnabrück bereits das Sekretariat des Europäischen Bodenbündnisses beheimatet. Auch Prof. Dr. Günther Miehlich vom wissenschaftlichen Beirat Bodenschutz der Bundesregierung

lobte das hiesige Engagement, das mit der Expo begann.

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip betonte, dass die Hasestadt von den UN als Präsentationsort zum " World Day" ausgesucht worden sei. Das erfülle ihn mit Stolz und der Hoffnung, Osnabrück bald zum Sitz des Deutschen Bodenkommunikationszentrums machen zu können.

Die bunte Austeilung " Markt der Möglichkeiten" vermittelte einen breitgefächerten Eindruck in die Problematik. Das Team vom Umweltlabor " Grashüpfer" nutzte zudem das " Wüstenwetter", um mit dem Solargrill für die Besucher Würstchen zu grillen. Diallo diskutierte derweil mit Schülern des Schulzentrums Sebastopol, des Gymnasiums Bad Essen und - nomen est omen- des Gymnasiums in der Wüste über Möglichkeiten, der Versteppung Einhalt zu gebieten. " Euer jeweiliges persönliches Verhalten ist entscheidend, um ein Bewusstsein zu schaffen."

In seinem anschließenden Pressegespräch forderte der stellvertretende UN-Generalsekretär Deutschland dazu auf, seinen Einfluss in der Europäischen Union und bei der Weltbank geltend zu machen, damit die Bemühungen zur Bekämpfung der Wüstenbildung weiter vorangebracht werden können.

Prof. Dr. Uwe Holtz, Mitglied des Gremiums herausragender Persönlichkeiten und ehemaliger Vorsitzender des Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit, betonte, dass es in erster Linie nicht um die bestehenden Wüsten gehe, sondern um Landverödung durch den Verlust von Mutterboden. Mit diesen Problemen hätten auch südeuropäische Staaten wie Griechenland, Spanien und Italien zu kämpfen.

Der Vizepräsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, Prof. Dr. Klaus Mueller, verdeutlichte, dass die Probleme der Bodenverschlechterung auch im Osnabrücker Land ein Thema seien. Ein Grund dafür liegt nach den Worten des Osnabrücker Hochschulprofessors darin, dass die Stadt genau in der Abgasfahne des Ruhrgebietes liege. (No/ fr)

IN DER UNTERWELT der Bodenausstellung im Museum am Schölerberg fühlten sich wohl: Hama Arba Diallo, Hans-Jürgen Fip, Prof. Dr. Günther Mielich und Olivio Melicio Pires (Botschafter der Kapverden). Foto: Jöm Martens
Autor:
No, fr


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