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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Grünflächen: Gute Pflege bald nur noch in der City?
Zwischenüberschrift:
Zwischenbilanz der Anhörungen - Kritik privater Firmen
Artikel:
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Originaltext:
Grünflächen: Gute Pflege bald nur noch in der City?

Zwischenbilanz der Anhörungen - Kritik privater Firmen

Im Zusammenhang mit der Bürgerbefragung zur künftigen Unterhaltung der öffentlichen Grünflächen liegt eine erste Zwischenbilanz vor. Parallel dazu kam Kritik von privaten Gartenbaubetrieben daran, dass sie von der Stadtverwaltung nicht in den Entscheidungsfindungsprozess eingebunden worden seien.

Für die Umweltverwaltung teilte Detlef Gerdts gestern mit, die drei Bürgeranhörungen hätten klare Aussagen ergeben. " Ich hätte mir zwar mehr Besucher gewünscht, aber die, die da waren, haben sehr engagiert und konstruktiv mitgewirkt." Es habe sich in den Diskussionen gezeigt, dass die Bürger den hohen Pflegestandard bei Grünflächen, Beeten und Blumenkübeln im Stadtgebiet erhalten wissen wollen. Dafür seien sie bereit, in den Außenbereichen Abstriche zu machen. " Dort könnten beispielsweise Beete zu Wiesen umgewandelt werden, wenn ein Mindestpflege-Standard gewährleistet wird", erklärte Gerdts.

Außerdem sei eine hohe Bereitschaft der Bürger festgestellt worden, für Grünflächen vor der eigenen Haustür Pflege-Patenschaften zu übernehmen. Damit werde auch die Identifikation der Bewohner mit dem Grün in der Stadt erhöht. " Das soll aber formlos ohne viel Bürokratie geschehen, indem wir das Engagement der Leute einfach freudig tolerieren."

Die Ergebnisse der Anhörung würden nun im Detail ausgewertet und in einem Empfehlungsbericht ihren Niederschlag finden. Der werde dann den politischen Gremien zur Entscheidungsfindung zugeleitet.

Scharfe Kritik kam gestern vom " Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau". Dessen Sprecher Heinrich Steinhake und Peter Stockreiter beschwerten sich massiv darüber, dass sie von der Stadt nicht zur Lösungsfindung eingeladen worden seien. " Die Stadt hat uns als Partner gar nicht drauf", so Steinhake. Dabei könnten gerade die im Verband organisierten Garten-und Landschaftsbauer mit ihrem Sachverstand ganz maßgeblich zur Problemlösung beitragen.

Die von Gerdts öffentlich geäußerte Kritik, die Privatunternehmen seien vielfach nicht qualifiziert genug zur Übernahme von bestimmten Arbeiten, wiesen Steinhake und Stockreiter vehement zurück. " Wir behaupten uns jeden Tag durch Qualität auf dem freien Markt, im Gegensatz zum öffentlichen Dienst." Die privaten Firmen könnten problemlos alle anfallenden Arbeiten übernehmen. " Wir sind dazu noch preiswerter", so Steinhake. Es stimme auch nicht, dass die Firmen gar nicht an Aufträgen imöffentlichen Grün interessiert seien. " Im Gegenteil, wir sind froh um jeden Auftrag", betonte Stockreiter.

Er rechnete unter Hinweis auf eine von der Stadt an die Bürger verteilte Broschüre vor, dass ein städtischer Mitarbeiter der Grünflächenverwaltung rund 960 Stunden im Jahr arbeite. " Bei uns sind es im Durchschnitt 1 600 Stunden", sagte Steinhake. Auch der Millionenbetrag für die Unterhaltung der Straßenbäume unter Einsatz von neun Mitarbeitern sei viel zu hoch.

Trotz dieser Kritik bleiben die Garten- und Landschaftsbauer nach wie vor an Kommunikation und Kooperataion mit der Stadt interessiert. " Wir wollen an Lösungen teilhaben und bieten unser Wissen an", formulierte es Steinhake. Dieses Angebot gelte sowohl für laufende Projekte als auch für die Realisierung der Bundesgartenschau. " Aber die Stadt muss sich uns gegenüber stärker öffnen und mit uns sprechen." (fr)
Autor:
fr


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