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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Stadtteil such seinen "neuen Mittelpunkt"
Zwischenüberschrift:
Angehende Stadtplaner und ihre Entwürfe für Sutthausen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Stadtteil sucht seinen " neuen Mittelpunkt"

Angehende Stadtplaner und ihre Entwürfe für Sutthausen

Realitätsnahe Entwürfe oder bloße Träumerei? Was ist machbar in Sutthausen? Seit langem schon sind strukturelle Veränderungen und damit eine Aufwertung des Stadtteils von Bewohnern und Politik gewollt, von der Verwaltung geplant.

Studenten der Fachhochschule könnten der Gestaltung jetzt wichtige Impulse geben. Auf Anregung des Stadtentwicklungsausschusses hat der Fachbereich Landschaftsarchitektur zehn Einzelplanungen gemacht. Über zwei Semester befassten sich 20 Studenten unter Leitung ihrer Dozenten Prof. Edgar van Schayk und Prof. Dirk Manzke mit den wichtigsten Fragen für die " Zukunft Sutthausens" - Infrastruktur, Verkehr, Bebauung, Umwelt und Freizeit waren entscheidende Parameter. In der Ortsratssitzung am Donnerstag in den Werkstätten Sutthausen stellten sie ihre Pläne vor.

In fast allen Entwürfen wird der Charakter Sutthausens als naturnaher Stadtteil festgestellt. Der solle auch betont werden. Vorgeschlagen wird etwa eine stärkere Einbettung in die Landschaft mit Aufwertung beschaulicher Orte wie dem Dütetal, dem Wulfter Holz und dem Hörner Bruch. In allen Konzepten wird eine intensive Wegevernetzung vom Zentrum in die Grünbereiche empfohlen. Einbezogen sind z.T. die Renaturierung der Düte, ein Naturlehrpfad, Anlegen von Biotopen bis zur Restaurierung des Wulfter Turms als attraktivem Blickfang am Ortseingang und die Freilegung der Landwehr.

Als Ortszentrum empfehlen alle Gruppen die Kreuzung Hermann-Ehlers-Straße / Malbergstraße. Um die teilende Wirkung der Hermann-Ehlers-Straße zu mindern, schlagen Gruppen eine gestalterisch angepasste temporeduzierte Zone mit Fahrbahnverengung vor. Andere würden den Bereich der Straße im Zentrum tiefer legen, Treppen führen hier auf einen öffentlichen und für Kinder sicheren Marktplatz.

Alternativen sind eine Kreuzung mit Kreisverkehr oder eine Überführung des Straßenabschnitts auf Stelzen. Ein gravierendes Problem wird in diesem Zusammenhang mit der seit Jahren diskutierten Umgebung angesprochen: Umleitung des Schwerlastverkehrs wäre sinnvoll über eine Abfahrt Richtung Nahne, eine Umgehungsstraße mit vier Kreisverkehren oder eine neue Osttangente, die später Umgehungsstraße werden könnte.

Die " Neue Mitte" selbst solle auf jeden Fall " kundenfreundlich" sein, zum Einkaufen einladen, Gastronomie wäre z.T. neu anzusiedeln, Arztpraxen, Dienstleister und eine Bürgerbüro fänden Platz. Hinzu käme eine überdachte Bushaltestellenschiene.

Für das - bereits im Flächennutzungsplan vorgesehene - Neubaugebiet unterscheiden sich die Vorstellungen vor allem in der Bebauungsweise wie der Bauart (Atriumhäuser, Riegelhausreihen) und der Wohneinheiten von Reihen-bis Einfamilienhäusern (149 bis 300 Einheiten wären möglich).

Einig sind sich die Studenten in einem anderen wichtigen Punkt. Mit der Reaktivierung des historischen Sutthauser Bahnhofs an der Strecke " Haller Willem" müsse dieser Bereich auch für Nicht-Ortsansässige attraktiv gestaltet werden, Park-&- Ride-Plätze wären denkbar.

Der Ortsrat und Bürger nahmen die Präsentation sehr interessiert zur Kenntnis, gleichzeitig wurde aber auch an die finanziellen Probleme bei der Umsetzung erinnert. Die Entwürfe sind als Ausstellung bis zum Freitag, 21. Juni, in der Sutthauser Sparkassen-Fililale (Hermann-Ehlers-Straße 34) während der Öffnungszeiten zu sehen. (klm)
Autor:
klm


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