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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Sinnvolle Nutzung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sinnvolle Nutzung

Zur neuen Nutzung des Steinwerks in der Bierstraße in Osnabrück schreibt ein Leser:

" Arn 26. April erhielt das Amt für Denkmalpflege einen neuen Amtssitz. Es bezog die Räume des alten Steinwerks Bierstr. 7 mit Nebenräumen zwischen Steinvverk und Vorderhaus an der Straße. Bei der vorangegangenen Besichtigung aller Räume war gut zu sehen, dass das Steinwerk noch heute den ehemaligen Anforderungen gerecht werden könnte. So wie es 1613 dem großen Brand der Altstadt widerstand, so geschah es auch im 2. Weltkrieg am 13. September 44, als der ganze Komplex der Bierstr. durch Bomben zerstört wurde. Es hat auch die Hitze der Brandbomben überstanden. Auch das Grundstück Bierstr. 7, welches Herr Ludwig Wilhelm Kobe 1924 zur Geschäftsüberfuhrung vor der Lohstraße dorthin erworben hatte, wurde ein Schutthaufen. So sah sich Kobe gezwungen, seinen Samenfachhandel in die hergerichteten Räume des Steinwerkes zu verlegen. Das Interesse und die Liebe an dem historischen, einmaligen Bauwerk wurde ihm zur Aufgabe, es in seiner Art zu erhalten. Er führte viele Unterhaltungs- und Erneuerungsarbeiten auf eigene Kosten durch. Nach dem Wiederaufbau des Wohn-und Geschäftshauses wurden die Geschäftsräume wieder an die Straßenfront verlegt. Das Steinwerk diente nur noch als Lagerraum. Nach Ludwig Wilhelm Kobes Tod 1974 übernahm der Schwiegersohn Hans Ferdinand Wunderling die Geschäftsführung. Damit übernahm er auch die Verpflichtung zur Erhaltung des Steinwerks. Auch in folgender Zeit wurden Erhaltungsarbeiten wie z. B. 1978 nach altem Vorbild neue Fensterleibungen eingesetzt. Die Geschäftsaufgabe aus Altersgründen (83) führte zu neuen Überlegungen. Weil es sich um einen Privatbau handelt, eine private Nutzung aber keine Garantie für die historische Erhaltung des Steinwerks ist, wurde nach einem Weg der richtigen Nutzung gesucht. So entwickelte sich der Gedanke, die Stadt in die Sorge der Erhaltung einzubinden. Es gelang mit Hilfe der " Senator-Friedrich-Lehmann-Stiftung", eine gute Lösung zu finden und die benötigten Räume zu mieten. Der Einzug des Amtes für Denkmalschutz ist für die Zukunft eine sinnvolle Nutzung."

Hartwig Henß

Hörner Weg 53

Osnabrück

DIE DENKMALPFLEGE nutzt jetzt das Steinwerk in der Bierstraße.

Foto: Jörn Martens
Autor:
Hartwig Henß


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