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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neumarktpläne: Ball ist wieder bei den Politikern
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"Heißer Stuhl": Projektgruppe forderte Entscheidungen
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Neumarktpläne: Ball ist wieder bei den Politikern

" Heißer Stuhl": Projektgruppe forderte Entscheidungen

" Ich bin zuversichtlich, dass für die ersten Bauten am Neumarkt im nächsten Jahr der Spatenstich sein wird." Deutliche Worte von FDP-Ratsherr Thomas Haarmann zum Thema " Pro oder kontra Bürgergutachten". Die Projektgruppe " Neumarkt" der Lokalen Agenda 21 hatte Politiker auf den heißen Stuhl geholt, um von ihnen klare Entscheidungen zur Gestaltung des Neumarktes zu hören.

Im August vergangenen Jahres hatten knapp 130 repräsentativ ausgewählte Bürger nach viertägiger Arbeit ein Bürgergutachten zur Gestaltung des Neumarktes vorgestellt. Mit der überwältigenden Mehrheit von 80 Prozent hatten sich die Bürgergutachter damals für einen autofreien Neumarkt ausgesprochen. Mit dem heißen Stuhl sollten nun rasche und mutige Entscheidungen von den Politikern gefordert werden. Der Einladung waren alle Ratsfraktionen gefolgt, mit Ausnahme der CDU. Sie begründete ihr Fernbleiben damit, dass sie erst das Verkehrsgutachten abwarten wolle, bevor sie sich der öffentlichen Diskussion stelle. Das Gutachten soll am 16. Mai vorgelegt werden.

Ulrich Hus (SPD) lobte das Bürgergutachten als " von Interessengruppen unabhängiges Werk" und bezeichnete es als " genau richtig". Man müsse jetzt auch zu dem Gutachten stehen. " Man kann nicht Bürgerbeteiligung propagieren und dann das Ergebnis ignorieren, wenn es einem nicht passt."

Ebenso überzeugt vom " Instrument Bürgergutachten" zeigt sich Thomas Haarmann von der FDP. Der Neumarkt müsse eindeutig autofrei und belebt werden. Haarmann stellte die Frage, ob der Busbahnhof, so wie er ist, erhalten werden muss, wenn die Umsteigemüglichkeiten beispielsweise am Theater oder am Hasetorbahnhof verbessert würden. Zu starker Busverkehr vermindere die Aufenthaltsqualitäten, so Haarmann. Auch er warnte vor einer Ignorierung des Bürgergutachtens. " Die Politik hat sich damit in klarer Weise auseinander zu setzen."

Als größtes Problem sieht Jens Meier (Grüne) den Verkehr an dieser Stelle: " Zuerst müssen wir das in den Griff kriegen, vorher kann man nichts machen." Im Hinblick auf das Verkehrsgutachten wagte Meier eine Prognose: " Das Gutachten wird Argumente für alle Seiten haben." Daher sei der Ball nach wie vor bei der Politik. Die Frage müsse sein, wie der Neumarkt autofrei gemacht werden könne.

Heiko Panzer von der Projektgruppe Neumarkt fragte die Politiker, was nun mit welcher Priorität geschehen werde. Die Fraktionen waren sich einig, dass spätestens im Herbst eine Grundsatzentscheidung fallen müsse. Nach der Vorlage des Verkehrsgutachtens und den notwendigen Diskussionen solle ein Wettbewerb zur Gestaltung des Neumarktes ausgeschrieben werden. Die Vertreter des Einzelhandels, Dr. Theodor Bergmann und Michael Oppermann, drängten zur Eile, obwohl ihrer Ansicht nach eine eindeutige vernetzte Strategie für die gesamte Innenstadt fehle. Trotzdem war die Devise des Einzelhandels " Ärmel hoch und los". " Die Ampel ist grün, man muss nur noch loslaufen", sagte Panzer abschließend. Die Frage sei nun, wie die CDU ins Boot geholt werden könne. (MW)
Autor:
MW


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