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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Mit Belm gemeinsame Gewerbegebiet geplant
 
Vorgeprecht
Zwischenüberschrift:
Mehr als 21 Hektar im Bereich Haster Straße / Power Weg
 
Gewerbegebiet mit Belm
Artikel:
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Originaltext:
Mit Belm gemeinsames Gewerbegebiet geplant

Mehr als 21 Hektar im Bereich Haster Straße / Power Weg

Stadt Osnabrück und Gemeinde Belm bereiten ein über 21 Hektar großes gemeinsames Gewerbegebiet im Bereich Haster Straße / Power Weg vor. Das teilten die Fraktionsvorsitzenden Burkhard Jasper und Armin Duis (beide CDU) sowie der Chef der CDU-Kreistagsfraktion, Georg Schirmbeck, gestern mit.

Auf Belmer Gebiet liegen davon 16, 26 Hektar, auf Osnabrücker 4, 87 Hektar, wie Schirmbeck sagte. Er äußerte die Überzeugung, dass die Fläche durch den geplanten Bau der " B 51 neu" für Gewerbe ausgesprochen interessant sei, da sehr verkehrsgünstig gelegen. Sie grenzt an das von den britischen Streitkräften genutze Areal am Limberg, wodurch möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt eine Erweiterung möglich ist, falls es bei den Briten Veränderungen gibt.

Schirmbeck stellte für die Erschließung des neuen Gewerbegebietes einen Zuschuss des Landkreises in Höhe von 1, 25 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre, in Aussicht. Er zeigte sich überzeugt, dass die Nachfrage nach den Flächen groß sein wird.

Dass es zu einem echten interkommunalen Gewerbegebiet kommen kann, also auch Osnabrücker Flächen einbezogen werden, sei ein Verdienst der neuen Ratsmehrheit, sagte Jasper. SPD und Grüne hätten den fraglichen Bereich noch im vergangenen Jahr im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen und diese Haltung auch im Dezember noch bekräftigt, als die CDU / FDP-Mehrheit die Weichen neu stellte. Dass Grünen-Ratsfraktionschef Michael Hagedorn dann Anfang April bei einem Besuch in Belm dem Projekt Unterstützung zugesichert habe, sei vor diesem Hintergrund verwunderlich, so Jasper.

Widerstand gegen die Einrichtung dieses Gewerbegebietes ist nach Ansicht der Osnabrücker CDU-Landtagsabgeordneten Katrin Trost nicht zu erwarten. Jasper: " Man sollte auch nicht nur nach Arbeitsplätzen rufen, man muss auch etwas dafür tun."

Er wie auch Schirmbeck betonten, es gebe bisher kein Gewerbegebiet in entsprechender Qualität. Für die Landesregierung müsse das Projekt daher höchste Priorität haben. Duis: " Aus dem Power Feld soll so ein echtes Powerfeld werden."

Mit ihren Informationen nehmen die CDU-Politiker offenbar zumindest teilweise den Inhalt einer Pressekonferenz vorweg, zu der der Belmer Bürgermeister Bernhard Wellmann für Montag eingeladen hat und an der auch Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip und Mitglieder der Osnabrücker Wirtschaftsförderung teilnehmen wollen. Darauf angesprochen, meinte Schirmbeck gestern, er habe nicht den Eindruck, dass Fip bisher interkommunale Gewerbegebiete gefördert habe. Der Osnabrücker OB suche nur Kontakt zu einzelnen Gemeinden - bevorzugt Wallenhorst und Georgsmarienhütte - und " treibt eher Keile" in die Stadt-Landkreis-Beziehungen.

Den gemeinsamen Auftritt mit Jasper und auch Duis bezeichnete Schirmbeck als neue Form der Zusammenarbeit zwischen den " gleichfarbigen Mehrheiten" in Stadt und Landkreis. Man wolle deutlich machen, dass " im Wirtschaftsraum Osnabrück" mit seinen rund 500 000 Einwohnern künftig anders zusammengearbeitet werde.

Jasper bekräftigte dies: " Wir wollen gemeinsam auftreten und uns nicht auseinanderdividieren lassen, dann ist unser Gewicht größer." Und Duis ergänzte: " Wir haben jetzt gute Nachbarschaft, wie wir sie vorher nicht hatten." (hs)

Gewerbeqebie mit Belm

Vorgeprescht

Von Heiko Schlottke

Der Erfolg hat viele Väter. Diese Binsenweisheit erfuhr im Zusammenhang mit dem interkommunalen Gewerbegebiet Osnabrück / Belm einmal mehr ihre Bestätigung. Wenige Tage vor der geplanten offizielllen Verkündigung durch die Verwaltungsspitzen beider Kommunen preschte gestern die CDU mit Informationen vor. Wahlkampf der beiden Bundestagskandidaten Schirmbeck und Jasper? Der Gedanke ist gewiss nicht abwegig. Sie wollen wohl nicht schweigend zusehen, wie sich OB Fip und Bürgermeister Wellmann als Motoren der Gewerbeansiedlung präsentieren. Vor allem im Falle Jaspers ist das durchaus verständlich. Den Osnabrücker Teil der vorgesehenen Gewerbeflächen hat die neue Ratsmehrheit schließlich gegen den Willen von SPD und Grünen durchgesetzt und möchte das auch gebührend gewürdigt wissen.

Vom gestrigen Pressegespräch gehen aber noch weitere Signale aus: Die Kommunalpolitiker wollten offenbar deutlich machen, dass sie den Kurs festlegen, nicht die Verwaltung ihn bestimmt. Und schließlich demonstrieren Stadt- und Landkreis-CDU nahtloseÜbereinstimmung. Das war in der Vergangenheit keineswegs immer so. Man darf gespannt sein, ob der neue Zustand von Dauer ist. Und ob es bei der Geschlossenheit auch bleibt, falls die Gewerbeansiedlungspläne in die Kritik geraten sollten.
Autor:
hs


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