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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Auf dem Rosenplatz ein Fest feiern
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Zukunftswerkstatt: Viertelbewohner wollen gegen Verkehrslärm aktiv werden
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Auf dem Rosenplatz ein Fest feiern

Zukunftswerkstatt: Viertelbewohner wollen gegen Verkehrslärm aktiv werden

Nägel mit Köpfen machten die 60 Teilnehmer der Zukunftswerkstatt für das Rosenplatzviertel: Noch in diesem Sommer soll ein großes Nachbarschaftsfest stattfinden - mitten auf dem Rosenplatz. Mit vereinten Kräften setzen sich die lärmgeplagten Anwohner außerdem für eine Verminderung des Lkw-Verkehrs in ihrem Viertel ein. Weitere, sehr konkrete Projekte wurden in dem Workshop auf den Weg gebracht.

Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt stellte Sozialdezernent Reinhard Sliwka gestern in einem Pressegespräch vor. Beeindruckt habe ihn, wie engagiert und sachkundig die Teilnehmer an Lösungen gearbeitet hatten, fasste er zusammen. Das Viertel rund um den Rosenplatz ist von der Stadt zum Sanierungsgebiet erklärt worden. Mit dem Städtebauförderungsprogramm soll das bislang arg vernachlässigte Quartier wieder aufgewertet werden.

Mit der Zukunftswerkstatt geht die Stadt neue Wege bei der Bürgerbeteiligung. Schon die ersten Bestandsaufnahmen hatten ergeben, dass die Bewohner des Quartiers vor allem unter dem Verkehrslärm leiden. Außerdem hat sich herausgestellt, dass im Stadtteil das " Wir-Gefühl" wenig ausgeprägt ist. Rezepte gegen diese und andere Mängel wurden nun unter Anleitung professioneller Moderatoren in den Räumen der Katholischen Familienbildungsstätte entwickelt.

Als kurzfristig realisierbar gelten die so genannten " Sprintprojekte". Dazu gehören Spiel- und Begegnungsmöglichkeiten auf dem Schulhof der Rosenplatzschule. Sprach- und Orientierungshilfen für zugewanderte Eltern sollen als Beitrag zur Integration angeboten werden. Als Beitrag zur Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen ist das Projekt " Urlaub in Nachbars Garten" gedacht. Gärten sollen zu Treffpunkten werden, damit sich die Quartiersbewohner näher kommen.

Keine Zeit wollen die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt verlieren, um dem vordringlichsten Problem im Stadtteil zu begegnen - dem Verkehrslärm. Gemeinsam mit Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel soll nun geprüft werden, wo Durchfahrtverbote für Lastwagen aufgestellt werden können. Auch das geplante Rosenplatzfest hat etwas mit dieser Problematik zu tun: Zum einen soll es natürlich dem menschlichen Miteinander dienen, zum anderen gilt es als Test, ob die Verkehrsströme um den Platz herum geleitet werden können.

Längerfristig wünschen sich die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt, dass ihr Wunsch nach mehr Lebensqualität die Oberhand gewinnt über die Verkehrsinteressen. Zu den weiteren Vorschlägen, die nicht von heute auf morgen umgesetzt werden können, gehört der Anspruch, das Viertel zum kinderfreundlichsten Stadtteil von Osnabrück zu machen. " Kitas für alle!" lautet eine wichtige Forderung, versehen mit dem Hinweis: " Rosenkinder fühlen sich wohl".

Auch mit der Haussanierung soll es vorangehen, den Rosenplatz wünschen sich die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt als Ort der Begegnung. Doch damit nicht genug: Sie wollen, dass die Fläche mit der alten Gärtnerei zwischen Osningstraße und Wörthstraße nicht bebaut wird, sondern in einen Stadtteilpark mit Kommunikations- und Spielmöglichkeiten umgewandelt wird.

Die Projektideen seien alles andere als Luftschlösser, sondern sie zeugten von Augenmaß, erklärte der Stadtplaner Horst Schönweitz vom beauftragten Büro Pesch & Partner. Für alle Projektideen wurden Paten benannt, und die sollen nun die weitere Umsetzung vorantreiben. (rll)

DER ROSENPLATZ im Zeichen der Rose: In der Zukunftswerkstatt entwickelte der Maler Markus Wortmann die Rose aus dem Stadtplan. Hier Teilnehmer des Workshops. Foto: Andreas Burhorn

Autor:
rll


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