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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"In den Reißwolf"
Artikel:
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Originaltext:
" In den Reißwolf"

Zum Thema Westumgehung und besonders dem Leserbrief von Volker Brand " Umgehung zwingend nötig Ausgabe vom 19. Juli) meinen ein Leser:

" Zum Thema Verkehrssituation Weststadt sind in den vergangenen Wochen und Monaten Veröffentlichungen in Form von Leserbriefen, Presse-Erklärungen und sonstigen Stellungnahmen erschienen. Hierin waren etliche Unrichtigkeiten bzw. Irrtümer:

Irrtum Nr. 1: Die Westumgehung soll gebaut werden, weil sie (wie auch die Ostumgehung) für eine konsequente Stadtentwicklung, insbesondere im Rahmen der erforderlichen zukunftsorientierten Wirtschaftsplanung, benötigt wird. Richtig ist: Der Wirtschaftsverkehr findet auf den Straßenzügen Offenbach-, Albrecht-, Caprivi- und Mozartstraße gar nicht statt, weil diese Straßen zum größten Teil für den Lkw-Verkehr gesperrt sind und Pkw dort nur mit 30 km/ h fahren dürfen. Wir sollten diesen zusätzlichen Verkehr deshalb auch dort lassen, wo er jetzt ist, nämlich außerhalb unserer Wohngebiete, und darüber nachdenken, wie wir den Berufsverkehr auf den betroffenen Straßen vermindern können.

Irrtum Nr. 2: Eine neue Westumgehung zieht keinen neuen Verkehr an. Richtig ist: Eine Westumgehung zieht nicht nur zusätzlich den innerstädtischen Wirtschaftsverkehr an, sondern auch den gesamten täglichen Umleitungsverkehr von den Autobahnen. Denn die Landeszuschüsse, die man sich für die Westumgehung erhofft, können nur gewährt werden, wenn diese Westumgehung auch für Lkw bis 40 to zugelassen und als tägliche Umleitungsstrecke im Radio genannt wird. Diese Fakten sind schon seit. Jahren unstrittig und durch Gutachten belegt.

Irrtum Nr. 3: Die geplante Westumgehung führt nicht durch ein Wohngebiet. Richtig ist: Die geplante Westumgehung führt auf ihrer gesamten Länge nicht nur in 5 bis 10 m Abstand an einem Wohngebiet vorbei, sondern auch an den Städtischen Kliniken, einem Altenheim und zwischen den Gebäuden der Paracelsusklink hindurch. Darüber hinaus trennt die Westumgehung die Bürger unserer Stadt von dem größten und schönsten Naherholungsbiet ab.

Irrtum Nr. 4: Die geplante Trasse der Westumgehung als hochwertiges Siedlungsgebiet freizugeben, sei ökologisch schädlicher, als eine Autobahn zu bauen. Richtig ist: Solch ein stinkendes und lärmendes Ungeheuer innerhalb eines der wertvollsten Wohngebiete von Osnabrück als ökologisch sinnvoll zu betrachten, muss wohl nicht kommentiert werden.

Die Siedlungen, Krankenhäuser und das Altenheim sind nun mal Realität und haben die vor 40 Jahren aufgestellten Entwürfe für die Westumgehung schon lange überholt. Deshalb müssen diese Planungen nun endlich und endgültig im Reißwolf enden."

Hermann Westhoff

Elfriede-Scholz-Straße 30

Osnabrück

" Herrn Brand kommt der Verdienst zu, gerne verschwiegene Tatsachen zum Thema Westumgehung prägnant auf den Punkt gebracht zu haben. Sollten nicht jetzt, im Vorfeld der Kommunalwahlen, die Parteien den Wählern konkret mitteilen, welche Maßnahmen sie zur Lösung des Problems ergreifen werden?

Dr. Petra Mucha

Lieneschweg 97

Osnabrück
Autor:
Hermann Westhoff, Dr. Petra Mucha


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