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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Ein Glashaus soll das städtebauliche Abseits zu neuem Leben erwecken
Zwischenüberschrift:
Architektenwettbewerb der Sparkasse: Ein mutiger Entwurf macht das Rennen
Artikel:
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Originaltext:
Ein Glashaus soll das städtebauliche Abseits zu neuem Leben erwecken

Architektenwettbewerb der Sparkasse: Ein mutiger Entwurf macht das Rennen

Von Rainer Lahmann-Lammert

Mit einem mutigen Entwurf hat das Detmolder Architektenteam Prof. Dr. Schneider + Co. beim Realisierungswettbewerb der Sparkasse das Rennen gemacht. Kein stinknormales Bürogebäude, sondern ein riesiges Glashaus soll Möserstraße und Wittekindstraße einen Akzent geben. Ob die Idee verwirklicht wird, steht und fällt nun mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung.

54 Teams, die meisten aus Niedersachsen, haben ihre Entwürfe und Modelle eingereicht. 53 von ihnen pflanzten mehr oder weniger große Bürohäuser in die Baulücke. Immobilien, wie sie zum Erscheinungsbild von Banken oder Sparkassen passen, mit renditeträchtigen Geschäften unten und Büroflächen oben. Funktional und ohne Schnickschnack, aber zugleich ohne jeden Anflug von Leidenschaft, der ein Quartier zum Ort der Sehnsucht macht.

In dieser guten Gesellschaft fiel der Detmolder Vorschlag völlig aus dem Rahmen: Ein leerer Raum mit 20 mal 22, 5 Meter Grundfläche, vier Stockwerke hoch, die beiden Straßenfronten sind verglast und lassen sich im Sommer öffnen. So stellen es sich jedenfalls Prof. Dr. Enno Schneider, Thomas Sugge und Hedda Vorwohlt aus Detmold vor.

Über dieser 450 Quadratmeter großen Freifläche ist Platz für drei Büroetagen, nach Norden und Osten schließen sich ebenfalls wirtschaftlich nutzbare Räume an, insgesamt 3 700 qrn. Die müssten das Geld bringen, vermerkte Sparkassenvorstand Franz-Josef Hillebrandt, der als Sachpreisrichter an der gestrigen Entscheidung beteiligt war. Und der " überdachte Stadtplatz" aus Glas, von dem der Juryvorsitzende Prof. Manfred Schomers aus Hannover

Die Wirtschaftlichkeit als Knackpunkt

schwärmt? Der soll zuerst mal die Blicke auf sich ziehen und Raum für Ausstellungen oder Musikveranstaltungen bieten.

" Ein Raum mit Aufenthaltsqualitäten", urteilte Prof. Schomers für das Preisgericht, der sich einen künstlerisch gestalteten Fußboden und eine Wasserfläche in dieser " Stadtloggia" gut vorstellen kann. Von einer " großen Chance", dieses Stück Osnabrück aus dem städtebaulichen Abseits zu holen, sprach Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip. Der Einzelhandel lege Wert darauf, die Kundenströme in diese Richtung zu lenken und diesen Bereich zu beleben. Dazu passe auch, dass die Georgstraße demnächst zur Fußgängerzone ausgebaut werde.

Bei aller Euphorie klangen aber auch Zweifel an der Wirtschaftlichkeit durch. Über diesen Aspekt habe sich auch das Preisgericht den Kopf zerbrochen, meinte Landrat Manfred Hugo. Am Ende sei aber eine klare Entscheidung gefallen, dass der etwas abseits liegende Standort mit Leben erfüllt werden müsse, um etwas abzuwerfen. Die Idee der Detmolder Architekten verspreche am ehesten, diesem Ansatz Rechnung zu tragen.

Mit sieben zu zwei Stimmen stimmte die Jury für das eigenwillige Glashaus. Nun will die Baukommission der Sparkasse prüfen, ob der preisgekrönte Entwurf wirtschaftlich tragbar ist, anschließend ist der Aufsichtsrat am Zuge. Falls das Projekt keine Aussicht auf schwarze Zahlen verspricht, kann das Geldinstitut auf weitere Entwürfe zurückgreifen: Der zweite Preis ging an Glaser + Krautwald aus Braunschweig, der dritte an Thomas Wenzig aus Braunschweig, der vierte an Helmut Sprenger aus Hannover und der fünfte an das Osnabrücker Planungsbüro Rohling (pbr).

DIESER BAULÜCKE an der Kreuzung Möserstraße / Wittekindstraße galt der Architektenwettbewerb der Sparkasse, an dem sich 54 Teams beteiligt haben.Fotos: Klaus Lindemann

EIN GLÄSERNER STADTPLATZ, 20 Meter breit, 22, 5 Meter lang und vier Stockwerke hoch, eingerahmt von Geschäften und Büros - so stellt sich das Detmolder Architektenteam Prof. Dr. Schneider + Co. die neue Eckbebauung der Sparkasse vor.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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