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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Vier Parzellen bedrohen ein Idyll
Zwischenüberschrift:
Müll in Gärten neben dem Haster Weg - Ämter und KME werden aktiv
Artikel:
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Originaltext:
Vier Parzellen bedrohen ein Idyll

Müll in Gärten neben dem Haster Weg - Ämter und KME werden aktiv

Erna Sundermann platzte gestern der Kragen: " Seit Monaten sieht es da aus wie ein Saustall und es wird immer mehr Müll." Die Osnabrückerin meint Kleingärten zwischen Haster Weg und Halle Gartlage, die sich in einem erbärmlichen Zustand präsentieren.

Erna Sundermann radelt dort unterhalb der Bahnlinie jeden Tag auf dem Weg zu ihrer Putzstelle vorbei. Die Neue OZ ging ihrem Hinweis nach, und seit gestern kümmern sich die Ordnungsbehörden der Stadt und die Firma KMR AG als Eigentümer um die Angelegenheit. Eines vorweg: Ein Kleingartenverein ist nicht involviert. " Deswegen ist das für uns auch schon seit langem ein Ärgernis, denn wir werden von der Bevölkerung damit identifiziert", schimpfte Kurt Hinternesch, Vorsitzender im Bezirksverband Osnabrück der Kleingärtner e.V. Die betroffenen Parzellen gehörten seines Wissens der Stadt. Auf die Frage, ob ein Kleingartenverein denn bereit wäre, die Flächen zu übernehmen, antwortete Hinternesch: " Ja, wenn die Konditionen stimmen." Im Fall der Parzellen zwischen Haster Weg und Halle Gart läge aber ist die Stadt unschuldig: " Die Flächen gehören der Firma KMF., die sie verpachtet hat", erklärte Ulrich Obrock von der städtischen Immobilienverwaltung. Er werde aber wegen der geschilderten Missstände die zuständigen Stellen einschalten. " Wir kümmern uns sofort darum", versicherte am Nachmittag auch Detlef Gerdts, Chef der Osnabrücker Umweltverwaltung.

KME versprach ebenfalls sofortige Abhilfe. " Uns war das nicht bekannt, denn was die Pächter machen, darauf haben wir keinen Einfluss", sagten Vertreter des Unternehmens. Die hauseigene Bauabteilung werde aber sofort aktiv.

Das ist auch bitter nötig, denn vier der dortigen Parzellen gleichen eher Müllhalden als Kleingärten. Dort stapeln sich alte Kanister, Flaschen, Isoliermatten, Dosen und verrottete Möbel in zerfallenen Schrebergartenhäuschen bis unter die Decke. Auf einem der Grundstücke weiden Schafe auf einer müllübersäten Wiese, auf der demnächst offenbar ein Osterfeuer Plastikplanen und anderen Unrat beseitigen soll. " Wegen der Schafe habe ich auch angerufen, denn die zwängen sich unter Planen, um an Heu zu kommen", berichtete Erna Sundermann.

Diese Situation ist für angrenzende Gärten besonders traurig, denn die sind tiptopp gepflegt und idyllisch angelegt. " Das Handeln des Einzelnen kann Teil eines Paradieses sein", steht fast schon wie ein Hilferuf an einem der kleinen Gewächshäuser. Als Kurt Hinternesch hörte, dass die Firma KME Eigentümer sei, wiederholte er die Bereitschaft zur Übernahme der Flächen. Dann würden allerdings die strengen Gesetze des Bundeskleingartengesetzes gelten, das beispielsweise Hüttengröße und Bewuchs sowie Nutzung genau reglementiert. (fr)

SCHAFE ZWISCHEN MÜLL: So präsentiert sich einer der Gärten unterhalb der Bahnlinie am Haster Weg.

Fotos: Gert Westdörp

DIE GIFTSPRITZE steht noch zwischen alten Möbeln in einer der Hütten.
Autor:
fr


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