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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wer einzieht, soll mitentscheiden
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Bauministerium ist dabei: Neue Form der Bürgerbeteiligung an der Jahnstraße
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Wer einzieht, soll mitentscheiden

Bauministerium ist dabei: Neue Form der Bürgerbeteiligung an der Jahnstraße

Wenn der Fachbereich Städtebau zur Bürgerbeteiligung einlädt, melden sich meist nur die Nachbarn, denen das Projekt vor ihrer Haustür ein Dorn im Auge ist. Das soll bei der Bürgerbeteiligung für das Areal des Abfallwirtschaftsbetriebes an der Jahnstraße anders werden. Besonders willkommen sind die zukünftigen Bewohner des Quartiers.

Das Bundesbauministerium zahlt der Stadt Osnabrück einen Zuschuss von 95 000 Euro, um das neue Beteiligungsmodell " 3stadt 2 - Neue Kooperationsformen in der Stadtentwicklung" zu testen. Damit sind drei Partner genannt, die frühzeitig an der Planung beteiligt werden sollen - Stadtverwaltung, Bürger und Investor. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Institut für öffentliches Management der Fachhochschule.

50 Städte haben sich beim Ministerium beworben. Osnabrück gehört neben Bonn, Gelsenkirchen, Bielefeld und Lübeck zu den fünf " Modellkommunen", die den Zuschlag für das Projekt bekommen haben. Über die Details informierten die Verantwortlichen gestern in einem Pressegespräch.

Das knapp ein Hektar große Carree zwischen der Jahnstraße und dem Schnatgang gilt als städtebauliches " Filetstück". Wenn der Abfallwirtschaftsbetrieb Anfang 2003 an die Hafenringstraße zieht, soll auf dem Gelände ein innenstadtnahes Wohngebiet entstehen. Zurzeit sucht die Stadt per Ausschreibung einen Investor, " der den ungewöhnlichen Weg mitgeht", wie es Stadtbaurat Jörg Ellinghaus gestern ausdrückte. Wagemut und Engagement seien Voraussetzung.

Gemeinsam mit dem Investor soll im zweiten Schritt ein städtebaulicher Wettbewerb veranstaltet werden. Von dieser Reihenfolge versprechen sich die Verantwortlichen, dass die zukünftigen Bewohner des Häuserblocks ihre Interessen in das Verfahren einbringen. Und noch etwas soll anders sein als bisher: " Wir versuchen, einen Quartierssprecher zu finden", kündigte Brigitte Wetzig vom Fachbereich Städtebau an. Sie hofft auf einen Multiplikator, der von Nachbarn und künftigen Bewohnern als Vertrauensperson akzeptiert wird.

Moderierte Quartiersveranstaltungen sollen dafür sorgen, dass alle Beteiligten optimal informiert ihre Interessen vertreten. Die erste Runde ist für den 6. Mai vorgesehen. Alle wichtigen Informationen können über das Internet abgerufen werden. Nicht nur bürgerfreundlich, sondern auch zügig soll die Planung vorangetrieben werden. Am 31. Dezember 2003 muss das Projekt abgeschlossen sein - auch wenn die Häuser dann noch nicht fertig sind.

Franz Schürings vom Fachbereich Städtebau hält den Zeitplan für realistisch. Die Stadt verfolge aber das Ziel, die Bürgerbeteiligung auch während der Bauphase fortzusetzen - auch ohne das Ministerium. (rll)

EIN FILETSTÜCK für die Stadtentwicklung: Der Fuhrpark an der Jahnstraße soll Wohngebiet werden. Bei der Bürgerbeteiligung geht die Stadt neue Wege.Foto: Archiv / Hermann Pentermann
Autor:
rll


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