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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ab 4,50 Meter begann der "Nachttauchgang"
 
Vertrautes Gefühl
Zwischenüberschrift:
Rubbenbruchsee unter Beobachtung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eine schwierige Aufgabe im Auftrag der städtischen Umweltverwaltung hatten jetzt die beiden Osnabrücker Sporttaucher Hartmut Deters und Maik Schrader zu bewältigen. Sie sollten Gewässer- und Schlammproben in verschiedenen Tiefen am Südwestrand des Rubbenbruchsees ziehen und außerdem die Temperaturen messen. " Ab 4, 50 Meter Tiefe ist es wie bei einem Nachttauchgang, da siehst du gar nichts mehr", waren sich die beiden erfahrenen Taucher anschließend einig.

Spaziergänger dürfte dies verwundern, denn gerade beim Sonnenschein der vergangenen Tage präsentierte sich das Wasser im flachen Uferbereich sehr klar. " Schon in einem Meter Tiefe sind aber so viele Schwebstoffe unterwegs, dass die Sicht auf einen halben Meter zurückgeht." Deters und Schrader gingen daher auf Nummer Sicher, leinten sich an und setzten starke Scheinwerfer beim weiteren Weg in die Tiefe ein.

Mit Sonden maßen sie den Untergrund entlang des Ufers. " Bis vier Meter Tiefe fester Boden, danach kommt Schlick, der in acht Meter Tiefe bis 50 Zentimeter dick ist", berichtete Deters. Sorgfältig entnahmen sie Proben. Wasserpflanzen konnten sie in ihrem Tauchabschnitt nicht ausmachen. " Interessant ist aber, dass die Temperatur in allen Tiefen durchgehend bei sieben bis acht Grad liegt, an der Oberfläche beträgt sie zehn Grad", erklärte Schrader.

Für Lothar Dütemeyer, 1. Vorsitzender des Unterwasserclubs Osnabrück (UCO), und Helmut Schmitz vom Fachdienst Naturschutz der Stadt waren die extremen Bedingungen für die beiden Taucher nichts Neues. " Es gibt starke Grundwasserströmungen im See, die zu Ufererosionen führen, und daher ist das Engagement der Taucher für uns interessant", sagte Schmitz.

Seit zehn Jahren arbeiten der UCO und die Umweltverwaltung am Rubbenbruchsee Hand in Hand, und nur eine Gruppe von zehn sehr erfahrenen Tauchern kommt hier zum Einsatz. Nachdem vor zehn Jahren zunächst am Ostufer eine Eichengruppe in das Gewässer abgekippt und wenig später am gegenüberliegenden Ufer eine Erlengruppe in Schieflage geraten war, begann die systematische Zusammenarbeit und damit eine gründliche Dokumentation der Verhältnisse unter Wasser.

" Inzwischen haben wir einen sehr guten Überblick über den See", freute sich Dütemeyer. Dütemeyer sieht in der Gewässerpflege eine weitere Aufgabe: " Inzwischen gibt es eine Menge Hinterlassenschaften von wilden Uferpartys zu entrümpeln, aber leider finden sich auch Autobatterien."

1955 waren erste Überlegungen, die noch älteren Ideen von einem See im Westen der Stadt zu verwirklichen, wieder aufgetaucht. 1964 machte die Heger Laischaft durch Flächentausch den Weg dazu frei. 1969 begannen die Baggerarbeiten, die unter anderem Sand für den Bau der A1 zu Tage förderten. Der Abbau ging bis 1991 weiter. Dann kamen die Planungen des Naturschutzbeauftragten Prof. Hartmut Peucker zum Zuge, die sowohl der Naherholung als auch der Natur zu ihrem Recht verhalfen. (fr)

DIE MESSWERTE trug Hartmut Deters unmttelbar nach dem Tauchgang ein. Foto: Uwe Lewandowski

SKISTÖCKE dienten Maik Schrader als Sonden, um unter Wasser die Dicke des Schlicks festzustellen.

Vertrautes Gefühl L

Till hat als braver Deutscher am Samstag sein Auto gereinigt und dem Wagen auch eine Unterbodenwäsche mit dem Dampfstrahler gegönnt. Überrascht stand er allerdings vor dem Automaten seiner Tankstelle an der Bremer Straße. " Bitte wechseln sie ein Zwei-Mark-Stück an der Kasse", stand da nämlich. Tatsächlich erhielt Till dort aus einer kleinen Blechdose für seine Euro-Münze ein Zwei-Mark-Stück, mit dem dann der Apparat in Betrieb genommen werden konnte. Till fand es lustig, den Tausch dieses Mal in die andere Richtung vornehmen zu können. Außerdem genoss er das Gefühl, unvermutet wieder eine der so vertrauten schlanken Münzen in der Hand halten zu können. Till wünscht gut gelaunt allen Lesern einen guten Start in die nachösterliche Berufswoche. Bismorgen
Autor:
fr, Till


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