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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Signal aus Hagen gegen "Aus" fürs Schullandheim?
Zwischenüberschrift:
Initiative in letzter Sekunde - Forderung: Die Ergebnisse der "Machbarkeitsstudie" des Fördervereins abwarten
Artikel:
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Originaltext:
Signal aus Hagen gegen " Aus" fürs Schullandheim?

Initiative in letzter Sekunde - Forderung: Die Ergebnisse der " Machbarkeitsstudie" des Fördervereins abwarten

Hagen (we)

Hagens Politiker wollen die Pläne des Fördervereins für den Erhalt des Schullandheims Mentrup-Hagen unterstützen, eine " Machbarkeitsstudie" für eine Sanierung der in der Region einzigartigen Einrichtung in Auftrag zu geben. Auf der heutigen Verwaltungsrats-Sitzung wird thematisiert, welche Signale seitens der Gemeinde möglich sind, um die drohende Schließung des sich im Besitz der Stadt Osnabrück befindenden Gebäudes zu verhindern.

" Es ist schon später als fünf vor zwölf für die Rettung des Schullandheims", machte Reinhard Wittke, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat, am Samstag auf einem von seiner Partei organisierten " Ortstermin" den Ernst der Situation deutlich. Alle Teilnehmer der Informationsrunde, zu denen unter anderem auch Mitglieder des Familienverbands zählten, waren sich einig: Hagen würde mit der im idyllischen Forellental gelegene Übernachtungsstätte eine einzigartige Einrichtung verlieren, die im Falle einer Sanierung interessante Vermarktungsperspektiven bietet und auch für Hagener Vereine und Gruppen ihre Bedeutung hat. Jürgen Jentzsch vom Touristikverein: " Es wäre für die öffentliche Hand eine Schande, wenn so ein Gebäude an einen Privatmann verkauft würde."

Auch Bürgermeister Dieter Eickholt macht sich für den Erhalt stark: " Das ist für Hagen ein Aushängeschild, wenn die Einrichtung auf den Stand gebracht wird, der heute von einem solchen Haus erwartet wird." Der Ratsvorsitzende Martin Frauenheim (CDU) hat bereits Kontakt zu den Osnabrücker Parteifreunden aufgenommen, um zeitlichen Spiel-

Verkauf an einen privaten Investor droht

räum zu gewinnen. Bis zum Sommer würde das Ergebnis einer 9 000 Euro teuren " Machbarkeitsstudie" vorliegen, die der Förderverein zu seinem beabsichtigten Sanierungskonzept in Auftrag geben will. Solange soll die neue Osnabrücker CDU / FDP-Ratsmehrheit, die die rund 95 000 Euro, die bisher an Personal- und Sachkosten im OS-Haushalt eingestellt waren, auf die Streichliste gesetzt hat, möglichst mit endgültigen Entscheidungen warten.

Die Zeit wird knapp, denn für die Osnabrücker Finanzausschuss-Sitzung am Mittwoch (13. März) und die Ratssitzung am Dienstag kommender Woche (19. März) ist als Beschluss vorgesehen: Das dringend sanierungsbedürftige Gebäude wird geschlossen und an einen privaten Investor veräußert.

Rund 1, 272 Millionen Euro müssten für ein zeitgemäßes Unterbringungs- und Ausstattungsniveau im Schullandheim investiert werden, machte der Fördervereins-Vorsitzende Wilhelm Steinkamp am Samstag klar. Hauptproblem: Das Innenleben des Hauses ist vom nicht mehr attraktiven 50er-Jahre-Standard geprägt. 8er-Schlafräume oder unzreichende Aufenthaltsmöglichkeiten für Gruppen entsprechen neben den unübersehbaren Baumängeln nicht mehr heutigen Nutzeranforderungen.

Trotzdem ist das Haus nach Auskunft des zuständigen " Schule und Sport"- Fachbereichsleiters Hans-Georg Freund bis auf zwei bis drei Wochen um die Jahreswende " komplett ausgelastet". Die " Belegungsprognose" des Fördervereins geht nach einer Modernisierung von 4 368 Schulübernachtungen (39 Wochen mal 28 Personen, Grundpreis 14 Euro) sowie einer verstärkten Wochenend-und Feriennutzung aus, die bisher ein Problem war. Das würde weitere 2 250 Übernachtungen (Grundpreis 25 Euro) bringen. Kalkulierte Gesamteinnahmen: 117 402 Euro pro Jahr. Denen stehen bei dem auf einer 45-prozentigen Auslastungsquote basierenden Rechenmodell Ausgaben von 105 000 Euro gegenüber. Der Zuschuss der Stadt Osnabrück würde sich danach trotz einer aufgewerteten Immobilie reduzieren.

Der Förderverein ist optimistisch, dass die Rechnung aufgeht und würde das Haus auch betreiben. Wilhelm Steinkamp: " Wir wären als Träger in der Lage, flexibler zu agieren und vor allem durch Wochenendangebote neue Zielgruppen nach Hagen zu holen." Seit der Gründung des Vereins vor zwei Jahren kämpft er für den Erhalt der Einrichtung und hofft, mit einem Signal aus Hagen das drohende " Aus" noch abzuwenden: " Wenn die Stadt die Gelder erst mal gestrichen hat, wird es schwierig, die Sache noch einmal umzudrehen."

HAUS MIT AUSSICHT: Der Förderverein setzt darauf, dass das Schullandheim trotz der notwendigen Sanierungkosten (1, 272 Millionen Euro) dank besserer Auslastung künftig mit weniger Zuschüssen zu betreiben wäre. Foto: Gert Westdörp

Autor:
we


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