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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"Von Herhof-Plan nicht begeistert"
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Industriegebiet am Kanal in Engter als Standort für Müllvewertung favorisiert
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Originaltext:
" Von Herhof-Plan nicht begeistert"

Industriegebiet am Kanal in Engter als Standort für Müllverwertung favorisiert

Bramsche (pp)

" Gar nicht begeistert" ist Liesel Höltermann von der Absicht der Firma Herhof-Umwelttechnik, im Industriegebiet Engter am Mittellandkanal den Restmüll aus dem Osnabrücker Land zu entsorgen. Die Bramscher Bürgermeisterin sprach gestern Nachmittag von einem " sehr offenen Gespräch", zu dem die Firma in der letzten Woche im Rathaus vorstellig geworden war. jetzt warte Bramsche auf Stadt und Landkreis Osnabrück.

Schreibung von Stadt und Landkreis Osnabrück für die Entsorgung des Hausmülls aus dem Osnabrücker Land ab 2005 war Herhof im vergangenen Jahr als günstigster Anbieter hervorgegangen. Als Standort für die Trockenstabilatanlage war der Osnabrücker Hafen vorgesehen. Da Herhof aber eine Anlage mit größerer Kapazität als nur für die ausgeschriebenen 85 000 Tonnen Müll errichten möchte, machte sich Herhof auf die Suche nach einem anderen Standort für die Anlage. Nachdem sich auf Grund massiver Proteste im vergangenen Jahr Icker als möglicher Alternativstandort schnell zerschlagen hatte, steht jetzt Engter als Favorit zur Debatte.

Einerseits zeigte Frau Höltermann Verständnis für Herhof, nach einer bereits erfolgten Abstimmung mit der Schifffahrt und Hafen GmbH Bergschneider direkt auf dem privaten Betriebsgelände das Werk zu errichten. " Nach dem geltenden Bebauungsplan besteht sogar ein Rechtsanspruch darauf", sagte das Stadtoberhaupt und war von daher nicht überrascht, dass Herhof Bramsche als einen von

Gegen jede Form von Mülltourismus

von acht möglichen Standorten im Landkreis favorisiere.

Schließlich benötige der Entsorger keine zusätzliche Fläche etwa von der Stadt, um die im Raum stehenden 180 000 Tonnen zu entsorgen. Der Standort direkt am Mittellandkanal und in unmittelbarer Nähe zur " Hansalinie" biete für den Abtransport sehr gute Bedingungen.

Willi Klein ergänzte, dass die Herhof-Anlage nach heutigem Wissen von den Lärm-und Geruchsemissionen her die Situation " bereichsbezogen" kaum verschlechtere. Der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bau und Umwelt betonte aber, dass die Stadt die zu erwartende Verkehrsmehrbelastung eingehend prüfen werde; von Herhof sei das Gutachten zur Verfügung gestellt worden, das im Zusammenhang mit den Überlegungen für den Standort Icker erstellt worden sei.

Frau Höltermann ergänzte, dass Bramsche für die Firma auch wegen seiner Nähe zu den Landkreisen Cloppenburg und Vechta als Standort im Norden des Landkreises wohl sehr gelegen komme. " Aber wir sind gegen jede Form von Mülltourismus auf unseren Straßen", verwies die Bürgermeisterin auf den " politischen Willen" der Stadt. Sorgen bereitet Klein auch der Zustand der gepflasterten Ortsdurchfahrt Engter, die mit Landesmitteln gerade im Rahmen der Dorferneuerung weiter zurückgebaut werde.

Wenn " der Kelch an Bramsche nicht vorbeigehen" sollte, werde alles getan, um die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) vorgesehene Einhaltung der Grenzwerte detailliert zu prüfen. Frau Höltermann und Klein wiesen auf die relativ engen Beschränkungen hin, die der Bebauungsplan für das Industriegebiet Engter eh festgelegt habe.

Dabei war das Stadtoberhaupt nach eigenem Bekunden Ende letzter Woche noch froh, nach dem Ende des Rechtsstreites mit der Bezirksregierung um den Gewerbepark Achmer " das Thema Müll erledigt" zu haben. Herhof sei weder als Arbeitgeber " Es geht um höchstens 20 Arbeitsplätze" - noch als Gewerbesteuerzahler von Interesse, da den Kommunen in absehbarer Zeit vom Gewerbesteueraufkommen nur noch ein Bruchteil übrig bleibe. " Wir werden die Öffentlichkeit weiter und rechtzeitig auf dem Laufenden halten, um Unruhe zu vermeiden", kündigte Liesel Höltermann an.

ALS STANDORT für die geplante Müllbehandlungsanlage favorisiert die Firma Herhof-Umwelttechnik nach Informationen der Stadt Bramsche das Industriegebiet Engter auf der Ostseite (rechts) des Mittellandkanales. Foto: Julia Magnus
Autor:
pp


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