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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wohnen oder Güter? "Stadt hält am GVZ fest"
Zwischenüberschrift:
OB Hans-Jürgen Fip verwahrt sich gegen CDU-Vorwürfe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wohnen oder Güter?

" Stadt hält am GVZ fest"

OB Hans-Jürgen Fip verwahrt sich gegen CDU-Vorwürfe

Die Stadt hält unverändert am Vorhaben der Einrichtung eines Güterverkehrszentrums (GVZ) im Bereich des Fürstenauer Weges fest. Das betonte Wolfgang Gurk im Namen der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO), die das Gelände zu vermarkten hat.

Die Pläne seien keineswegs ad acta gelegt worden, so Gurk auf Anfrage. Die WFO bemühe sich nach wie vor darum, in den Bereich des Schleusenweges eine Anlage für den kombinierten Ladeverkehr zu bekommen, die für die ansässigen Speditionen Voraussetzung für ein eigenes Engagement beim GVZ ist.

Gurk räumte ein, dass derzeit kein ernsthafter Partner für den Bau der Kombianlage in Sicht ist. Von Seiten der Deutschen Bahn habe es einst zwar Zusagen gegeben, die vom jetzigen Bahnchef Hartmut Mehdorn jedoch (noch) nicht eingelöst worden seien. Der WFO-Manager verhehlte seine Enttäuschung darüber nicht, bekräftigte aber zugleich, dass ein Güterverkehrszentrum langfristig notwendig und rentabel sein werde, da die Straßen dem weiter zunehmenden Verkehr nicht gewachsen seien. Am GVZ sollen Güter von Lastwagen für den Ferntransport auf Eisenbahnzüge verladen werden.

Mit seiner Stellungnahme ging Gurk indirekt auf den Vorstoß der CDU ein, Teile des 684 000 Quadratmeter großen GVZ-Geländes für Wohnbebauung vorzusehen. Dabei geht um eine rund 100 000 Quadratmeter große Fläche direkt an der B 68 südlich von Gut Honeburg, wobei als bebaubare Fläche etwa 42 000 Quadratmeter in Frage kämen.

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip verwahrte sich unterdessen gegen Vorwürfe von Seiten der CDU, die Stadt habe das Gelände von Baron Ostman von der Leye viel zu teuer erworben. Die CDU habe seinerzeit dem Ankauf der gesamten Flächen - dazu gehört auch das Baugebiet Auf dem Klee und an der Wersener Landstraße - zugestimmt. Es habe sich um ein Grundstücks-" Paket" gehandelt. Den Gesamtpreis bezifferte Fip auf rund 34 Millionen Mark. Durch Grundstücksverkäufe sind an die Stadt inzwischen gut 14 Millionen zurückgeflossen, so dass noch etwas über 19 Millionen Mark offen sind.

Den CDU-Vorstoß für die Ausweisung eines Baugebietes auf GVZ-Grund wollte Fip nicht inhaltlich bewerten. Eine Umsetzung sei durchaus möglich, wenn dies politisch gewollt sei und es auch eine ausreichende Nachfrage nach Grundstücken gebe, erklärte er.

Für den Kaufpreis der Flächen hat die Stadt seit 1994 bis jetzt rund 15, 6 Millionen Mark an Zinsen aufbringen müssen, verlautete auf Anfrage. Der Zinssatz für die noch offenen gut 19 Millionen Mark liege bei 3, 7 Prozent, so die Auskunft. (hs)
Autor:
hs


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