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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Klärwerk in Hellern schafft das Abwasser nicht mehr
Zwischenüberschrift:
Umbau im nächsten Jahr unausweichlich - Zu viel Fett
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Originaltext:
Klärwerk in Hellern schafft das Abwasser nicht mehr

Umbau im nächsten Jahr unausweichlich - Zu viel Fett

Das Klärwerk in Hellern muss renoviert und technisch aufgerüstet werden. Einige Teile der Anlage, die zuletzt 1984 ausgebaut worden ist, sind den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Grund dafür ist vor allem das Schmutzwasser der Gemeinde Hasbergen, das zu reinigen in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden ist.

Schon seit längerer Zelt haben die Anlagen des Helleraner Klärwerks Probleme mit den Abwassern. So musste die Zufuhr von Sauerstoff im biologischen Teil der Anlage, in dem Bakterien und Mikroben Zersetzungsarbeit leisten, stark erhöht werden. Dies hat die Betreiber der Anlage, die Stadtwerke Osnabrück, zu einer umfangreichen Untersuchung veranlasst. Das Ergebnis war eindeutig: Die Verschmutzung des Wassers aus Hasbergen hat immens zugenommen, während die Werte aus anderen einleitenden Gebieten nahezu gleich geblieben sind.

Aus vier Bereichen strömt Abwasser in die Helleraner Kläranlage: Aus Sutthausen, aus Hellern, aus dem Hasberger Ortsteil Gaste sowie aus Hasbergen selbst. Jedes Gebiet hat dabei eigene Zulaufe. Diese enden in Röhren, aus denen das verschmutzte Wasser in ein erstes Sammelbecken sprudelt. An den Zuläufen haben die Klärwerker Proben gezogen. " Frachtermittlung'' heißt das im Fachjargon, denn die Schmutzstoffe im Wasser sind die " Fracht".

14 Tage lang ist das Hasberger Abwasser auf diese Weise geprüft worden. Warum es

Hasberger Abwasser hat sich verändert

sehr viel höher belastet ist als anderes, dazu wollen die Stadtwerke keine Stellungnahme abgeben. Tatsache ist aber, dass unter anderem der Anteil an Fett im Wasser Werte erreicht, die weit über den normalen liegen. «Fett als Fracht ist eigentlich nichts Ungewöhnliches", sagt Helmut Rahe, der seit 19 Jahren als Klärmeister im Helleraner Werk arbeitet. Jeder Haushalt leitet etwas davon mit ein." In Hellem aber kommt zuviel davon an - und zwar aus Hasbergen. Die expandierende Lebensmittelindustrie schickt mehr der schwierigen Fracht in den Abwasserkanal.

Ob Fette, Phospate oder andere Stoffe - die höhere Belastung des zu klärenden Wassers zwingt die Stadtwerke dazu, die bestehenden technischen Anlagen auszubauen oder zu renovieren. Teilweise sei eine Instandsetzung ohnehin nötig, weil sich die 17 Jahre Betrieb langsam bemerkbar machten, erklärt Helmut Rahe.

Die Investitionssumme . geht sicherlich in die Millionen", so die Stadtwerke. Gebraucht werden neue Rechen, die groben Schmutz aus dem Wasser angeln, neue Siebe und eine bessere Sauerstoffzufuhr für die biologischen Bereiche, Darüber hinaus soll das Klärwerk komplett automatisiert werden, um es vom Eversburger Werk aus steuern zu können. Personaleinsparungen seien damit nicht

" Das geht in die Millionen"

verbunden, betont Dlpl.-Ing. Armin Mock, stellvertretender Betriebsleiter Klärwerke bei den Stadtwerken: Die Helleraner Anlage wird derzeit mit einem Team von drei Mitarbeitern betrieben.

Derzeit werden weitere Fracht-Messungen im Klärwerk durchgeführt. Sie sollen ermitteln, welche Umbaumaßnahmen nötig sind. Sobald die Messergebnisse ausgewertet sind, werden die Arbeiten ausgeschrieben.

Besitzerin des Klärwerks ist die Stadt Osnabrück, die es 1972 im Zuge der Gemeindereform von der zuvor selbstständigen Gemeinde Hellern übernommen hat. Die Stadtwerke sind lediglich Betreiber des Werks. Sie haben den Betrieb der Anlage am Anfang diese Jahres von der Stadt übernommen. (ta)

17 JAMRE DAUERBETRIEB sind nicht spurlos an der Kläranlage Hellem vorübergegangen. Eine Renovierung ist notwendig.

AUS DIESEN ROHREN strömt das Abwasser der vier Gebiete in ein Sammelbecken. Jede Röhre steht für einen Zulauf. Vor allem das Wasser aus Hasbergen bereitet Probleme, wie Helmut Rahe, Klärmeister der Helleraner Werke (links) und Dipl.-lng. Armin Mock, der stellvertretende Betriebsleiter des Bereichs Klärwerke bei den Stadtwerken, erläuterten.

EIN MAL PRO STUNDE werden Proben aus den Abwasser im Klärwerk Hellern genommen. Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Erweiterungsmaßnahmen nötig sind und zu welcher Tageszeit eine besondere Belastung auftritt.Fotos: Gert Westdörp

ZU VIEL FETT: Das Abwasser wird durch einen Lebensmittelbetrieb in Hasbergen zusätzlich belastet.
Autor:
ta


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