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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Auf "Feuerwehrposten" für den Naturschutz
Zwischenüberschrift:
Weber bleibt Beauftragter - kein Nachfolger für Schreiber
Artikel:
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Originaltext:
Auf " Feuerwehrposten" für den Naturschutz

Weber bleibt Beauftragter - Kein Nachfolger für Schreiber

Ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter der Stadt Osnabrück bleibt auch in der neuen Ratsperiode Prof. Heinrich E. Weber. Und das vorläufig als " Solist", denn für den im Juni demonstrativ zurückgetretenen Dr. Matthias Schreiber konnte bislang kein Ersatz gefunden werden.

Detlef Geräts vom Fachbereich Umwelt in der Stadtverwaltung bestätigte jetzt sowohl die erneute Bestellung von Prof. Weber als auch die Tatsache, dass der Posten von Matthias Schreiber vorläufig unbesetzt bleibe. Er solle aber möglichst wieder besetzt werden, " denn einem Einzelnen ist diese Arbeit kaum zuzumuten", sagte Geräts.

Prof. Heinrich E. Weber hat in den letzten Jahren zumeist den Umweltausschuss begleitet und beraten, während Schreiber im Stadtentwicklungsausschuss mitwirkte. Die Arbeit des Naturschutzbeauftragten sei ja " ein Feuerwehrposten", sagte Weber jetzt, " man muss Dutzende von Stellungnahmen zu Bebauungsplänen und anderen Vorhaben abgeben."

Dann sei auch Diplomatie und Augenmaß gefragt, denn " einerseits ist die Behörde in Hierarchien eingebunden und kann nicht immer alles durchsetzen." Andererseits dürfe auch ein Naturschutzbeauftragter nicht immer Maximalforderungen erheben, " denn Neinsagen nutzt sich auch schnell ab."

Weber ist Biologe und hat sich wissenschaftlich vor allem um die Wildpflanzen der Region gekümmert. Als ein " Wertkonservativer" sieht er mit Wehmut, dass unsere Kulturlandschaft unter dem Druck der Flurbereinigung immer mehr verarmte: " Die Bürger wünschen Lebensqualität. Und da gehört die vielgestaltige Landschaft einfach dazu", so findet er. Deshalb hat es Heinrich E. Weber auch sehr bedauert, dass die " an sich doch positive" Baumschutzsatzung " leider" in die Mühlen der Parteipolitik geraten ist.

Für die neue Rats-Periode hat sich der Naturschutzbeauftragte ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Teile des Rubbenbruch-Gebietes wären es wert, als Naturschutzgebiet ausgewiesen zu werden. Da sei manches versäumt worden, mit der Folge, dass Osnabrück heute " Schlusslicht in Niedersachsen in Bezug auf Naturschutzgebiete ist." Streit mit der neuen Ratsmehrheit befürchtet Weber dabei nicht, auch nicht bei der Revision des Flächennutzungsplans: " Im Augenblick gibt es keine absehbaren Konflikte", so der Anwalt für den Naturschutz.

(fhv)

ERNEUT zum Naturschutzbeauftragten der Stadt Osnabrück ernannt: Prof. Heinrich E. Weber. Foto: Michael Hehmann
Autor:
fhv


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