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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Altlasten: Neue Methodik verzögert die Ergebnisse
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Wüste hat im Mai Klarheit: Hellern muss bis Herbst warten
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Altlasten: Neue Methodik verzögert die Ergebnisse

Wüste hat im Mai Klarheit - Hellern muss bis Herbst warten

Anfang nächster Woche erhalten die Besitzer der 740 altlastenverdächtigen Grundstücke im Stadtteil Wüste Post vom federführenden Institut, das die gezogenen Bodenproben analysiert. Dabei handelt es sich um einen Zwischenbericht: konkrete Ergebnisse sollen im Mai vorliegen. Auch die Eigentümer von 27 Grundstücken an der Klaus-Stürmer-Straße müssen sich noch gedulden: Die dortigen Resultate liegen voraussichtlich im Herbst vor.

An beiden Altlastenstandorten kommt erstmals ein völlig neues Analyseverfahren zur Anwendung. " Da wird ein Magen-Darm-Trakt simuliert, um herauszufinden, was passieren würde, wenn man das Material herunterschluckt", erklärte Altlastenexperte Bernd Früchel vom städtischen Umweltamt. Dieses Analyseverfahren sei in der Methodik so neu, dass es Anlaufprobleme mit entsprechenden Verzögerungen gegeben habe. Daher lägen die Ergebnisse für die Wüste erst im Mai vor. " Darüber informieren wir ab nächster Woche die 740 betroffenen Grundstückseigentümer per Post", so Früchel.

Zum jetzigen Zeitpunkt wagte er keine Prognose über den Ausgang. Sollte sich eine " Bioverfügbarkeit" der Proben ergeben, müsste gehandelt werden. Dann werde zunächst der " Projektbeirat Altlasten Wüste" einberufen. Aber auch die politischen Gremien seien vor dem Hintergrund ungeklärter Haftungsfragen gefragt. Juristisch eindeutig ist der Fall dagegen an der Klaus-Stürmer-Straße. Dort wurde von 1870 bis 1939 eine Tongrube betrieben. Ab 1945 nutzte die Stadt das große Loch zur Verfüllung mit Kriegstrümmern. Ältere Osnabrücker erinnern sich noch gut an die eigens angelegte Lorenbahn, die den Schutt durch die Wüste nach Hellern brachte. Bereits 1949 war die ehemalige Grube voll.

Von den dort untersuchten 160 Grundstücken sind bei 27 die Prüfkriterien bei Blei und Kohlenwasserstoffen überschritten. Auch hier wird bei den bereits entnommenen Bodenproben das neue Verfahren angewendet. Das soll im Sommer geschehen, und im Herbst rechnet Früchel mit den Ergebnissen. Über dieses Vorgehen waren am Wochenende rund 60 Interessierte während einer Bürgerversammlung informiert worden. " An der Klaus-Stürmer-Straße werden alle mit der Altlast zusammenhängenden Kosten von der Stadtübernommen", betonte Früchel.

Wegen des Modellcharakters des Analyseverfahrens und der großen Anzahl der Stichproben aus Osnabrück übernimmt das Umweltbundesamt in beiden Fällen die Hälfte der Gesamtkosten von 800 000 Mark. (fr)
Autor:
fr


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