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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Trinker-Treff soll verschwinden
Zwischenüberschrift:
Eine Platane sorgt für Zündstoff
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was kann schöner sein, als unter einem Baum zu sitzen? Nur ist dieser Rastplatz nicht immer " sozialverträglich", zumal, wenn dabei Alkohol in erheblichen Mengen konsumiert wird. Ein solcher Treff hat sich an der Hasestraße gebildet. Er soll den " Stammgästen" verleidet werden, indem man ihnen die Sitzgelegenheit entzieht. Soweit der einmütige Wille der Politik - aber um den Weg dahin wird noch heftig gerungen.

Denn die Platane an der Kreuzung von Hasestraße und Lohstraße ist mittlerweile zum Zankapfel zwischen dem Ausschuss für Stadtentwicklung und dem Fachbereich Grün und Umwelt geworden: Der Ausschuss hat schon im November beschlossen, die gemauerte Einfassung rings um den Baum möge entfernt werden. Die heimliche Hoffnung dabei: Dann werde der Platz seine magnetische Wirkung für die Flachmann- und Dosenbier-Konsumenten verlieren.

Nun lag ein Alternativ-Vorschlag aus dem Umweltamt auf dem Tisch: Das Hochbeet abzubauen sei schwierig, Feinwurzeln und Haltewurzeln durchziehen nämlich die Baumscheibe. Und dann folgte eine Lektion in Biologie: Diese Wurzeln müssten einerseits Wasser und Nährstoffe aufnehmen, andererseits die Standsicherheit garantieren; ihr Absterben werde " zu einer drastischen Reduzierung der Standsicherheit führen". Stattdessen solle doch lieber die etwa 30 Zentimeter hohe Umfassungsmauer mit einer Metallkonstruktion gekrönt werden, " um das Sitzen zu erschweren". Kostenpunkt geschätzte 2 000 Euro.

Wolfgang Klimm (CDU) nannte diesen Verwaltungsvorschlag aus dem Umweltbereich unumwunden " eine Frechheit", der Ausschuss halte an seiner Meinung fest. Auch der SPD-Ratsherr Ulrich Hus wertete diesen Tagesordnungspunkt ironisch als " eine der wichtigsten Fragen des Tages" und gab eine Bekrönung mit Stacheldraht zu bedenken. Dr. Horst Simon regte gar ein " Pilotprojekt , Sitzen in der Innenstadt'" an. Und Uwe Körte fragte, ob es nicht einfacher sei, stattdessen den Verkauf von Alkoholika einzustellen?

Karneval oder nicht - das Thema bleibt ganz oben auf der Tagesordnung. Wir berichten weiter. (fhv)

DIESER BAUM AN DER HASESTRASSE hat sich zum " sozialen Brennpunkt" entwickelt. Aber wie verleidet man den Trinkenden das sitzen? Foto: Gert Westdörp
Autor:
fhv


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