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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Blauer Asphalt für den Schulweg
Zwischenüberschrift:
Kinder in Haste planten ihre Stadt nach ganz eigenen Überlegungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
MEHR VERKEHRSSICHERHEIT AN DEN SCHULEN: Fabian, Florian, Arthur, Matthias und Nils (von links) wollen die Bramstraße im Bereich der Schulen durch längere Grünphasen für Fußgänger und Absperrgitter an den Bushaltestellen sicherer machen. Unterstützt werden sie von Verkehrsplanerin Ulla Bauer (rechts).

Blauer Asphalt für den Schulweg

Kinder in Haste planen ihre Stadt nach ganz eigenen Überlegungen

In Haste sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer plötzlich ganz schön stark. 35 Kinder durften jetzt in einer Planungswerkstatt ihren Vorstellungen von einem kinderfreundlicheren Verkehr freien Lauf lassen. Heraus kamen dabei unterschiedliche Modelle, in denen kreative Vorschläge für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und für ein attraktiveres Freizeitangebot im Stadtteil gemacht wurden.

" Willkommen im Spreckling" steht auf dem Banner, den Patrick, Janina und Benedict in die Mitte ihres Modells gesetzt haben. " Die Autos fahren hier immer sehr schnell durch", sind sich alle drei einig. Um das zu verhindern, haben sie gleich ein ganzes Bündel von Maßnahmen vorgesehen, die mit unterschiedlichen Materialien sichtbar gemacht werden. Patrick (10) bastelt aus Draht und Pappe ein " Asphaltkissen", das den Autofahrern das Rasen vermiesen soll. Die Änderung als Spielstraße wird mit einem Schild deutlich gemacht, und eine kleine Röhre auf Holzfüßen bedeutet für die Modellbauer: Hier wird regelmäßig mit " Laserkanonen" kontrolliert.

Swenja, Carina und Lena beschäftigen sich unterdessen mit der Saßnitzer Straße. Warum eigentlich müssen Straßen immer nur grau sein? Dagegen würde blauer Asphalt den Weg zur Schule doch gleich viel freundlicher machen. Zumindest im Modell ist das mit Hilfe von Pinsel und Farbe kein Problem. Eine Idee jagt die andere.

Einen innovativen Vorschlag haben sich Fabian, Florian, Arthur, Matthias und Niels einfallen lassen, um die Gefahrensituation im Bereich Thomas-Morus-Schule und Angelaschule zu entschärfen. " An der Bushaltestelle ist immer ein wahnsinniges Gedränge", schimpft Matthias. Ein versenkbares Gitter soll den einfahrenden Bus von der Schülerhorde abschirmen, auf Knopfdruck des Fahrers in die Erde gleiten und so den Einstieg für die wartende Menge freimachen. " Das bringt mehr Sicherheit in diesem Bereich", glaubt Matthias.

An einem anderen Tisch stecken fünf Mädchen ihre Köpfe zusammen. Sie wollen die Fußwege zwischen Hardinghausstraße und Wilhelm-von-Euch-Straße spannender machen. " Wir wünschen uns einen richtigen Kinderweg mit vielen Spielgefährten", sagt Olga (13) stellvertretend für ihre Freundinnen. Außerdem im Programm: Eine Brücke über die Wilhelm-von-Euch-Straße und ein Zebrastreifen an der Hardinghausstraße.

Die Freizeitfraktion vertreten Daniel, Balthasar, Alexander, Maxim, Rudolf und Wladislaw. Ihr Wunschkatalog für den Stadtteil ist lang: Ein Basketball- und ein Baseballfeld, eine Discothek und ein Fast-Food-Restaurant. Und mittendrin haben sie aus Pappe ein rotes Haus auf den Plan geklebt. " Da ziehen wir dann ein und machen eine Wohngemeinschaft auf", erklärt Maxim.

Die Beteiligung von Kindern an der Planung ist Teil des Verkehrskonzeptes Haste", das erstmals von den Fachdiensten Verkehrsplanung sowie Kinder und Jugend gemeinsam durchgeführt wird. In vorbereitenden Workshops und auf einer Fotosafari hatten sich die Kinder im vergangenen Jahr bereits mit den neuralgischen Punkten in Haste beschäftigt. " Die Kinder wissen, das nicht alles umgesetzt werden kann", betont Karin Wank vom Büro für Kindcrinteressen. Dennoch müsse in Planung und Realität sichergestellt sein, dass die Belange der Kinder nicht zu kurz kommen. Verkehrsplaner Hans Jürgen Apel machte deutlich, dass die Umsetzung des Gesamtkonzeptes mehrere Jahre in Anspruch nehme. Um die Begeisterung der Kinder zu schüren, werde die Stadt aber bereits im Sommer rund 30000 Euro in erste sichtbare Maßnahmen investieren und im Rahmen eines Festes gemeinsam mit den kleinen Verkehrsteilnehmern umsetzen.

DIE FUSSWEGE MUSSEN AUFGEPEPPT WERDEN: Olga, Christina, Ulla, Vika, Christina (von links) und Karin Klanke vom Kindertreff Haste haben einen " Kinderweg" mit vielen Spielgeräten modelliert. Fotos: Uwe Lewandowski
Autor:
fan


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