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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Weniger Verkehrsunfälle, nur kein Grund zur Freude
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Polizei legte die Unfallstatistik vor
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Originaltext:
Weniger Verkehrsunfälle, nur kein Grund zur Freude

Polizei legte die Unfallstatistik für das Jahr 2001 vor

Mehr Autos auf den Straßen, aber die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr ging zurück - in Osnabrück sogar mit 8, 9 Prozent stärker als im Landesdurchschnitt (0, 9 Prozent). Das zeigen die Zahlen der aktuellen Unfallstatistik. Für Klaus-Jürgen Rinjes vom Sachgebiet Verkehr bei der Polizei Osnabrück dennoch kein Grund zur Entwarnung: " Der Egoismus im Straßenverkehr nimmt zu", sagte er gestern bei der Vorlage der Zahlen für das jähr 2001.

4513 Unfälle hat der Verkehrsunfalldienst im letzten Jahr im Stadtgebiet registriert, 4 954 waren es im Vorjahr. " Die niedrigste Zahl in den letzten 20 Jahren", so Rinjes weiter, " seit dem Gipfel im Jahr 1988 mit 5 955 Unfällen verzeichnen wir eine stetige Abnahme." Noch Mitte der 90er Jahre alarmierten Meldungen über die " Unfallhauptstadt Osnabrück" Polizei wie Politiker. Und die damals eingeleiteten Gegenmaßnahmen haben offensichtlich positive Ergebnisse gebracht.

Auch die Zahl der Todesopfer ist ständig gesunken: Von elf im Jahr 1995 auf sechs im Jahr 2000 mit einem Durchschnitt von sieben Toten in den letzten zehn Jahren; im letzten Jahr waren nur zwei Todesopfer zu vermelden. Jeder Unfall mit Schwerverletzten (108 in 2001 nach 123 im Vorjahr) oder Todesopfern sei bei der Analyse der Ursachen als Einzelfall zu beurteilen, so Rinjes weiter. Schon ein einziger Vorfall mit mehreren Beteiligten könne die Statistik wieder in die Höhe treiben: " Jeder dieser Unfälle ist eine Besonderheit und dann nicht relevant für das gesamte Unfallgeschehen."

Gleichwohl gibt es eine Reihe von Auffälligkeiten in der aktuellen Statistik. So hat die Zahl der Trunkenheitsfahrten mit plus 20, 5 Prozent nach Jahren des Rückgangs wieder deutlich zugenommen. Auch ist überhöhte oder zumindest nicht angepasste Geschwindigkeit wieder vermehrte Unfall-Ursache, häufig kombiniert mit einem zu geringen Sicherheitsabstand. Unter den besonderen Risikogruppen fällt die hohe Zahl von Kindern auf: Die Zahl der beteiligten Kinder ist von 97 auf 132 gestiegen - ein 13 Jahre altes Mädchen wurde so-

Zwei Todesopfer, aber 108 Schwerverletzte

gar als Mitfahrerin im Auto getötet, sieben Kinder wurden schwer und 94 leicht verletzt. An 127 Unfällen waren Fußgänger beteiligt. Bei 340 Unfällen kamen Radfahrer zu Schaden, eine deutliche Zunahme um 4, 6 Prozent. Auch das zweite Todesopfer im vergangenen Jahr war eine Radfahrerin.

In 121 Fällen (130 im Vorjahr) verschuldeten Radfahrer selbst den Unfall, wobei die Polizeibeamten zwei Ursachen besonders herausstellten: Alkoholeinfluss (gestiegen von 13 auf 22 Fälle) sowie falsches Verhalten auf Geh- und Radwegen mit 36 Verstößen im Jahr 2001 (nach acht Delikten im Vorjahr).

Polizeidirektor Rolf Sprinkmann sprach gestern zwar von einer " erfreulichen Tendenz" in der Unfallstatistik, kündigte gleichzeitig aber vermehrte Anstrengungen der Polizei auf diesem Gebiet an: Eine vermehrte Überwachung bei Alkohol und Drogen sei ebenso notwendig wie die Beachtung der Gurtpflicht " besonders bei den mitfahrenden Kindern" sei notwendig, sagte er. (fhv)

DIE ZAHLEN der Unfälle und Verletzten in Osnabrück in den vergangenen zehn Jahren.
Autor:
fhv


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